Alle Jahre wieder gewinnt er in Frankfurt: Der Weltranglisten-Erste Christian Ahlmann hat am Sonntag im Großen Preis von Hessen triumphiert. Es war für den Springreiter bereits der dritte Erfolg beim Festhallen Turnier.
Christian Ahlmann siegte einen Tag vor seinem 38. Geburtstag im Großen Preis von Hessen. Damit triumphierte der Springreiter insgesamt zum dritten Mal und zum zweiten Mal in Serie. Im Sattel von Lorena legte Ahlmann im Stechen eine rasante und fehlerfreie Runde in 36,65 Sekunden hin.
Zweiter wurde der Niederländer Jur Vrieling mit Bubalu (0/37,68), gefolgt von der Australierin Amy Graham mit Bella Baloubet (0/38,83). Zweitbester deutscher Reiter wurde der deutsche Meister Marc Bettinger mit Schaarbroek auf Rang vier (0/38,91). Ahlmann gewann ein Auto im Wert von 25.000 Euro.
Gutes Wochenende für Ehning
In den ersten Tagen des Turniers hatte Marcus Ehning aus Borken abgesahnt. Mit seinem Pferd Campbel gewann er zwei wichtige Prüfungen, mit Cornado wurde er in einem weiteren Springen Vierter. Im Großen Preis setzte er auf den neunjährigen Cornado, den er seit einem knappen Jahr im Stall hat. Mit einem Fehler im Normalparcours schaffte er es aber nicht ins Stechen.
"Für ihn ist das kein schweres Turnier", erzählte der 38-Jährige über den Schimmel, mit dem er vor Kurzem beim Großen Preis in München Zweiter geworden war. "Das ist ein Pferd für die Zukunft." Im Rückblick auf das Jahr 2012 zeigte er sich trotz des verkorksten Auftritts der deutschen Springreiter bei Olympia zufrieden. Es sei insgesamt schon ein gutes Jahr gewesen, meinte Ehning. Außerdem habe er viele gute neue Pferde im Stall.
Capellmann siegt knapp
In der Dressur bei dem viertägigen Turnier, das laut Veranstalter von etwa 43.000 Zuschauern besucht wurde, hatte Nadine Capellmann aus Würselen gut lachen. Sie gewann am Sonntag die Grand Prix Kür, allerdings trennten sie nur 0,05 Prozentpunkte von der Zweitplatzierten Dorothee Schneider aus Framersheim. Der Abstand zur Dritten, Jessica Werndl aus Tuntenhausen, war ebenfalls gering.
"Es waren schon einige Ecken drin", urteilte die 47-jährige Capellmann über ihren Ritt mit der Stute Girasol, für den sie 76,000 Prozentpunkte erhielt. Die Stute habe sich von der Dekoration ablenken lassen: "Sie hat nach den Weihnachtsmännern geschaut."
Witte-Vrees holt Grand Prix Special
Die Gewinnerin der Mannschafts-Silbermedaille bei Olympia, Dorothee Schneider, ritt mit Forward Looking in einer neuen Kür zu spanisch-technischen Klängen. Einige Patzer kosteten sie jedoch den Sieg (75,955). "Sie ist mein Schätzelchen", lobte sie ihre Stute dennoch. Die 26-jährige Werndl wurde mit Unee Dritte (75,300).
Im Grand Prix Special hatte am Samstag die niederländische Dressurreiterin Madeleine Witte-Vrees mit Wynton gewonnen (72,844 Prozentpunkte). Zweite wurde Fabienne Lütkemeier (Paderborn) mit D'Agostino (70,311), gefolgt von dem Niederländer Patrick van der Meer mit Uzzo (69,467).