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17.12.2012

Nach drei Monaten

Darmstadt 98 feuert Seeberger

Jürgen Seeberger (Bild:  Rhode/Storch - Archiv)
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Jürgen Seeberger wurde beim SV 98 entlassen
Der SV Darmstadt 98 hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und Cheftrainer Jürgen Seeberger mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Die Suche nach einem Nachfolger ist bereits angelaufen.
 
Der SV 98 hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Jürgen Seeberger getrennt, nachdem die Südhessen mit fünf sieglosen Spielen in die Winterpause gegangen waren und zum Jahreswechsel am Tabellenende stehen. Die Clubführung der Lilien entschied sich in einer Krisensitzung am Sonntagabend zu diesem Schritt. "Ausschlaggebend ist alleine die sportliche Situation", erklärte Präsident Rüdiger Fritsch, der möglichst bald einen Nachfolger präsentieren möchte: "Die Mannschaft fliegt am 5. Januar ins Trainingslager in die Türkei, das ist natürlich die optimale Möglichkeit, um die Spieler kennenzulernen", sagte der Vereinsboss zu hr-online.

Neuzugänge auf dem Zettel

Seeberger war erst im September für den nach Duisburg abgewanderten Kosta Runjaic verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2014 ausgestattet worden. Neben dem Trainerjob füllte er wie auch sein Vorgänger das Amt des Sportdirektors aus. Die Lilien hatten den 47-Jährigen damals als erklärten Wunschkandidaten präsentiert. Unter seiner Führung holte Darmstadt jedoch weniger als einen Punkt im Schnitt, Konsequenz war die Rote Laterne. "Angesichts der aktuellen Lage müssen wir neue Impulse setzen, um das Ziel Klassenerhalt in der dritten Liga zu erreichen", sagte Fritsch.

Für Aufbruchsstimmung soll im neuen Jahr neben einem neuen Übungsleiter auch die eine oder andere spielerische Ergänzung sorgen. "Unabhängig von der Trainerentscheidung wollen wir den Kader im Winter vor allem im Offensivbereich verstärken", erklärte der Präsident. Als aussichtsreicher Kandidat wurde zuletzt der Ingolstädter Stürmer Karl-Heinz Lappe gehandelt.
 

Stetiger Abwärtstrend

Bis vor Kurzem hatten die Lilien Meldungen über eine Trainerdiskussion zurückgewiesen und Seeberger den Rücken gestärkt. Nach der 0:3-Niederlage bei Preußen Münster hat bei der Vereinsführung scheinbar ein Umdenken eingesetzt.

Seeberger hatte die Lilien von Runjaic übernommen, als diese bereits auf dem absteigenden Ast waren. Den erhofften spielerischen Sprung konnte die Mannschaft aber bis zur Winterpause nicht vollziehen. Der Drittligist offenbarte bis zuletzt krasse Offensivschwächen. Zudem gab es immer wieder Gerüchte über atmosphärische Störungen zwischen Mannschaft und Trainer. Nun soll der Neue den Karren aus dem Dreck ziehen: "Wir haben ein klares Anforderungsprofil", betonte Fritsch.
 
Redaktion: fawe / end
Bild: © Rhode/Storch - Archiv
Letzte Aktualisierung: 17.12.2012, 19:26 Uhr
 
 

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