Die Leidenszeit von Ioannis Amanatidis geht weiter: Der wieder am Knie verletzte Eintracht-Stürmer muss nächste Woche definitiv unter das Messer. Wie lange er ausfällt, ist unklar.
Amanatidis bereitet sich schon auf die Operation vor, die am kommenden Montag stattfinden wird. Doch bereits am Mittwoch war er nach Augsburg zum Knie-Spezialisten Ulrich Boenisch gereist, um mit ihm Details zu besprechen.
Gleich nach der Operation wird sich Amanatidis in die Reha begeben. "Wo ich die mache, steht noch nicht fest, das entscheide ich nach der OP", teilte der griechische Nationalspieler auf seiner Homepage mit.
"Bei Ioannis Amanatidis liegt der Verdacht auf Instabilität des im letzten Jahr operierten Knorpelbereichs vor. Über die Dauer der Ausfallzeit kann man erst nach dem Eingriff konkrete Aussagen treffen", sagte Mannschaftsarzt Christoph Seeger am Donnerstag. Voraussichtlich muss der Ex-Kapitän des Bundesligisten zwischen sechs Wochen und einem halben Jahr pausieren. "Das ist ein harter Schlag für uns", sagte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen.
"Mache mir keine Gedanken um die Zukunft"
Nach der Operation am rechten Knie im Vorjahr musste Amanatidis fast die gesamte Rückrunde pausieren. Anschließend ging es für den Griechen zunächst bergauf: Der 27-Jährige startete beschwerdefrei in die Saison und erzielte für die Eintracht drei Tore in acht Spielen. Doch seit zwei Wochen klagt er über zunehmende Schmerzen. "Die Knorpelmassen scheinen sich wieder voneinander zu lösen", meinte Amanatidis zu den Ergebnissen der jüngsten Computertomographie.
Nachdem Mannschaftsarzt Seeger bereits am Montag die Bilder gesehen hatte und eine Operation für notwendig erachtete, sollte noch eine weitere Meinung vom US-Kniespezialisten Richard Steadman eingeholt werden. Doch nun steht fest, dass Amanatidis erneut von Doktor Boenisch in Augsburg operieren lässt. Gedanken um seine Zukunft will sich Amanatidis jetzt nicht machen: "Erst einmal ist wichtig, dass ich alles gut überstehe."
Eintracht sondiert den Markt
Sollte Amanatidis langfristig ausfallen, strebt die Eintracht die Verpflichtung eines neuen Angreifers zur Winterpause an. "Natürlich haben wir uns schon unsere Gedanken gemacht", berichtete Bruchhagen von einem gemeinsamen Gespräch mit Finanzvorstand Thomas Pröckl, Chefscout Bernd Hölzenbein sowie dem Trainerteam um Michael Skibbe.
Zusätzliche Mittel sollen dabei auch über Spielerverkäufe eingenommen werden. Neben den ausgemusterten Marcel Heller ("Ich bin einem Wechsel im Winter ganz bestimmt nicht abgeneigt"), Faton Toski und Mehdi Mahdavikia gelten auch die unzufriedenen Markus Steinhöfer, Benjamin Köhler und der Österreicher Ümit Korkmaz als mögliche Streichkandidaten. Letzterer machte zuletzt im Wiener "Kurier" seinem Ärger Luft: "Ich bin jetzt 24 Jahre alt. Wie lange soll ich noch zuschauen?"