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16.12.2012

Eintracht-Trainer plant voraus

Der Fußball lässt Veh nicht los

Eintracht-Trainer Armin Veh ist am Montag zu Gast im "heimspiel!" (Bild:  Rhode/Storch)
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Eintracht-Trainer Armin Veh ist am Montag zu Gast im "heimspiel!"
Die Frankfurter Eintracht hat sich mit einer hervorragenden Bilanz in die Weihnachtsferien verabschiedet. Armin Veh will sich deswegen noch lange nicht zurücklehnen. Für die Weiterentwicklung der Mannschaft hat der Trainer klare Vorstellungen.
 
Video: Blick zurück und nach vorn mit Armin Veh 23:15 Min
(© hr | heimspiel!, 17.12.2012)

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Weihnachtszeit, das heißt Besinnung und Entspannung. Die Meisten nutzen die Tage rund ums Fest, um einfach mal abzuschalten und den Stress des Berufslebens auszublenden. Nicht so Armin Veh. "Entspannt ist man ja nie. Wir haben keine große Pause, aber wir haben 14 Tage, die uns guttun", sagte der Chefcoach der Frankfurter Eintracht im "heimspiel!"-Interview in der Umkleidekabine der Frankfurter in der Commerzbank-Arena.

Innenverteidiger gesucht

Am 3. Januar bittet Veh seine Spieler wieder zum Trainingsauftakt. Die gut zwei Wochen später beginnende Rückrunde bereitet dem Fußballlehrer aber bereits jetzt Kopfzerbrechen. "Man denkt ja immer schon weiter. Ich sage immer, dass wir einen Innenverteidiger brauchen, dementsprechend müssen wir noch einen holen." Seinen Wunschzettel kann er in den kommenden Tagen Bruno Hübner diktieren. Gemeinsam mit dem Sportdirektor und dem Trainerteam ging es nach dem 2:0-Sieg in Wolfsburg in den Kurzurlaub ins österreichische Zürs.

Im Gegensatz zu vergangenen Transferperioden, als Veh seinen Sportdirektor mit einer ellenlangen Wunschliste auf die Jagd geschickt hatte, dürfte Hübner die Einkäufe zum Jahreswechsel aber relativ gelassen angehen. Die Hessen arbeiten an einer Rückholaktion von Verteidiger Marco Russ aus Wolfsburg, wie Hübner am Rande der Begegnung am Samstag erstmals erklärte. Bei den "Wölfen" stößt man damit auf offene Ohren. Gegenüber hr-online hatte VfL-Manager Klaus Allofs unlängst das Interesse der Eintracht bestätigt. Streitpotenzial dürften lediglich die finanziellen Rahmenbedingungen eines Transfers bieten.
 

Veh: Sind kein Ausbildungsverein

Abgesehen von einem weiteren Innenverteidiger und dem Fehlen eines Spitzenstürmers (Hübner) können die Verantwortlichen mit der Zusammenstellung ihres Kaders sehr gut leben. Nach der erfolgreichsten Hinrunde seit 19 Jahren grüßt die Eintracht von einem Champions-League-Platz, mit einer blutjungen und unerfahrenen Mannschaft haben die Hessen begeisternden Tempofußball geboten. Veh sieht sein Team sogar erst am Anfang seiner Entwicklung. "Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, kann sie besser werden. So ist die Mannschaft auch konzipiert, dass man nicht wieder zehn Leute holen muss."

Die Mannschaft habe während der Saison schon viele Abläufe verinnerlicht, sagte Veh, der gleichzeitig hofft, dass die viel umworbenen Sebastian Rode und Sebastian Jung die Entwicklung in ihre Zukunftsplanungen mit einbeziehen. "Es wäre schön, wenn unsere jungen Spieler die Perspektive sehen." Dabei betonte Veh, die Eintracht müsse sich vom Selbstverständnis her von Clubs wie Freiburg, Augsburg und Fürth abheben, die als Ausbildungsvereine stets ihre besten Spieler abgeben müssten. "Es ist schwer, so etwas in einer Stadt wie Frankfurt zu verkaufen." Bei der Eintracht müsse vielmehr der Anspruch sein, die Mannschaft stetig weiterzuentwickeln.
 

Bruchhagen widerspricht Schalke-Gerüchten

Eine Konstanz auf dem Trainerposten wäre dem selbstverständlich zuträglich. Und während sich Veh in dieser Hinsicht noch sehr bedeckt hält, wurde Vorstandsboss Heribert Bruchhagen am Sonntag in der Fußball-Talkshow "Doppelpass" schon deutlicher. "Es spricht alles dafür, dass er bei uns bleibt. Wir möchten die Zusammenarbeit mit ihm fortsetzen und wollen im Januar, Februar die entscheidenden Gespräche führen." Bruchhagen dementierte "Bild"-Gerüchte, wonach Veh für den Sommer ein heißer Kandidat auf Schalke sei. "Es gibt keinen Grund für ihn, zu Schalke zu wechseln. Er hat in Frankfurt gute, junge Spieler, die sich super weiterentwickeln lassen", sagte er. "Außerdem stehen wir in der Tabelle vor Schalke."

Überhaupt erscheint eine mögliche Liaison zwischen den Königsblauen und Veh weit hergeholt. Ähnlich wie bei Vehs unglücklich verlaufenen Gastspielen in Wolfsburg und Hamburg gilt Gelsenkirchen nicht als Hort der Glückseligkeit für die angestellten Trainer. Zudem betonte Veh im "heimspiel!" den großen Wohlfühlfaktor bei der Eintracht. Es sei immens wichtig, mit Hübner und Bruchhagen zwei kompetente Mitstreiter an der Seite zu haben "und dass nicht 1.000 Leute im Verein mitreden".
 
Redaktion: fawe / uge
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 17.12.2012, 22:53 Uhr
 
 

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