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20.01.2013

DFB-Kontrollausschuss ermittelt

Pyro-Pause ärgert Eintracht

Stein des Anstoßes: Raketen flogen auch aufs Spielfeld (Bild:  Rhode/Storch)
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Stein des Anstoßes: Raketen flogen auch aufs Spielfeld
Der Rückrundenauftakt in Leverkusen hat sich für die Eintracht als Worst-Case-Szenario entpuppt. Nach den Ausschreitungen im Fanblock droht den Frankfurtern und ihren Fans ein Nachspiel – auf mehreren Ebenen.
 
Audio: Schwegler: "Es gibt nur Verlierer" 25 Sek
(© hr, 20.01.2013)

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Die Stimmung war bei der Frankfurter Eintracht am Sonntagvormittag verständlicherweise geknickt. Doch es war weniger die 1:3-Niederlage zum Rückrundenauftakt bei Bayer Leverkusen, die den Verantwortlichen Kopfschmerzen bereitete. Vielmehr sorgte der unrühmliche Auftritt einiger Unbelehrbarer aus dem Frankfurter Fanblock für Ratlosigkeit.

"Gegen Leverkusen kann man auswärts auch mal verlieren", sagte Rechtsverteidiger Sebastian Jung am Rande des Auslaufens am Frankfurter Stadiongelände. Was hingegen nicht hätte passieren dürfen, sei das Abbrennen und Abschießen von Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern, das zu einer zwischenzeitlichen Spielunterbrechung geführt hatte. "Das gehört sich einfach nicht."
 

Schwegler: "Hat uns aus dem Takt gebracht"

Fernsehen

 (Bild: hr)
Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler ist am Montagabend ab 23.10 Uhr zu Gast im "heimspiel!" des hr-fernsehens.
Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler wurde etwas deutlicher: "Man ist in dem Moment machtlos. Man überlegt sich, was man machen kann, aber man kann da nicht in die Ecke gehen und sich in Gefahr bringen", sagte der Schweizer. "Keine Ahnung, was die Motivation dahinter ist, ich glaube es gibt nur Verlierer daraus."

Am Samstag traf das gleich im doppelten Sinne zu. Denn zusätzlich zu dem mit Sicherheit folgenden Nachspiel für den Verein erwiesen die Chaoten der Eintracht auch im sportlichen Sinne einen Bärendienst. Die achtminütige Unterbrechung spielte den Leverkusenern deutlich in die Karten, wie deren Trainer Sascha Lewandowski anmerkte. "Wir konnten die Spielunterbrechung effektiv nutzen, weil wir einige Dinge korrigieren konnten, die anfangs nicht so gut liefen."
 

Pleite bei Leverkusener "Feuerwerk" 

 
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Das Gegenteil war bei der Eintracht der Fall: "Die Unterbrechung war ärgerlich und hat uns aus dem Takt gebracht", erläuterte Schwegler die sportlichen Auswirkungen der Aktion. Spielentscheidend waren sie freilich nicht. "Das war der Doppelschlag", spielte Veh auf die ersten Treffer durch Sebastian Boenisch (31.) und Stefan Kießling (33.) an.
 

Erneuter Zuschauerausschluss?

Video: Rode ärgert sich 15 Sek
(© hr | hessenschau, 20.01.2013)
Wie erwartet haben die Rowdys auch den Deutschen Fußball-Bund auf den Plan gerufen. Bereits am Sonntag nahm der DFB-Kontrollausschuss die Ermittlungen gegen die Frankfurter auf. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker hofft, mit Hilfe von Polizei und Vereinen die Täter identifizieren zu können und gezielt gegen sie vorzugehen. An einer Strafe kommt die Eintracht aber nicht vorbei – und diese dürfte im Falle der Hessen als Wiederholungstäter empfindlich ausfallen.

Zur Erinnerung: Frankfurt musste bereits das erste Saisonspiel gegen Leverkusen vor halbleerer Kulisse bestreiten. Das DFB-Sportgericht hatte schon zahlreiche Vereine für Vergehen aus der Hinrunde bestraft. Bei der Eintracht steht dies noch aus.
 

Leverkusen will Ticketpreise erhöhen

Zitat

Heribert Bruchhagen

Es gibt aus meiner Sicht nur eine Lösung - ausgrenzen! Wir müssen diese Problemfans aus dem Stadion entfernen.
Sollte auch Bayer mit einer Strafe belegt werden, wollen die Leverkusener diese den Eintracht-Fans indirekt in Rechnung stellen. "Man muss überlegen, die Kosten in wohl fünfstelliger Höhe auf das nächste Spiel der Frankfurter bei uns umzulegen. Wir werden sie nicht tragen", kündigte Bayer-Vereinsboss Wolfgang Holzhäuser an. Anhand von Videoaufnahmen seien schon vier mögliche Täter festgestellt worden. Holzhäuser will die Preise für die Gästekarten beim nächsten Heimspiel gegen die Eintracht um drei bis fünf Euro erhöhen.

Die Partie in der BayArena war am Samstag nach 15 Minuten beim Stand von 0:0 unterbrochen worden, nachdem im Frankfurter Fanblock Bengalos gezündet und Leuchtraketen auf das Spielfeld gefeuert worden waren. "Ich habe gedacht, dass wir nach unseren guten Spielen ruhigeren Zeiten entgegensehen. Das ist ein erheblicher Rückschlag", sagte Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen.
 
Redaktion: fawe
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 21.01.2013, 22:51 Uhr
 
 

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