Eintracht-Trainer Armin Veh wünscht sich einen weiteren Stürmer.
Noch gut eine Woche ist das Transferfenster der Bundesliga geöffnet. Während Eintracht Frankfurt erfolgreich dabei ist, einige Spieler abzugeben, ist die Stürmersuche ins Stocken geraten. Trainer Armin Veh gefällt dies überhaupt nicht.
Der Eintracht-Trainer kann sich derzeit nicht über zu viele Offensivkräfte in seinem Kader beschweren: Vor allem ganz vorne drückt der Schuh und es ist noch völlig offen, ob es mit einer Neuverpflichtung für die Sturmspitze klappt. "Wenn kein Stürmer geholt wird, dann ist das ein klares Zeichen und zwar kein positives", zeigte sich Veh am Dienstag mit der aktuellen Personalsituation unzufrieden und erhöhte mit dieser Aussage den Druck auf die Vereinsführung, für einen neuen Angreifer entsprechend Geld zu investieren.
Verhandlungen stocken
Mit Dauerreservist Rob Friend und Dorge Kouemaha kann die Eintracht zwar aller Voraussicht nach noch in dieser Woche zwei Streichkandidaten von der Gehaltsliste nehmen - aber bekommt Trainer Veh dafür auch den gewünschten neuen Stürmer?
Im Fall von Wunschkandidat Srdjan Lakic scheint dies mittlerweile immer unwahrscheinlicher. "Sportdirektor Bruno Hübner kämpft und kämpft, aber ich bin eher skeptisch", hatte Vorstandschef Heribert Bruchhagen erst am Wochenende zu den Verhandlungen mit dem VfL Wolfsburg in Sachen Lakic erklärt. Und auch im Falle von Plan-B-Kandidat Igor de Camargo von Borussia Mönchengladbach haben die laufenden Gespräche bislang kein Ergebnis gebracht.
Friend und Kouemaha vor Wechsel
Sollte dieser Transfer auch nicht klappen und Manager Hübner nicht noch einen weiteren Kandidaten aus dem Hut zaubern, so stünden Veh mit Ersatzmann Erwin Hoffer und dem formschwachen Olivier Occean nur zwei nicht überzeugende Sturmspitzen zur Verfügung. "Das ist viel zu wenig", so Veh. Beide ließ der Trainer zum Rückrundenstart auf der Bank und beorderte gegen Leverkusen Karim Matmour nach ganz vorne. Gut möglich, dass er auch gegen Hoffenheim auf den Algerier setzt, zumal Occean am Dienstag mit Grippe ausfiel.
Ebenfalls nicht beim Auftakt in die neue Woche mit dabei waren Friend und Kouemaha. Beide sind auf eigenen Wunsch von der Eintracht freigestellt, um Angebote zu prüfen. Während Friend nach Informationen von hr-online kurz vor einer Rückkehr in seine Heimat Kanada steht, zieht es Kouemaha in wärmere Gefilde. Der Kameruner absolvierte beim türkischen Erstligisten Gaziantepspor bereits erfolgreich den Medizincheck, wurde auf der Vereinsseite sogar schon als Neuzugang präsentiert. "Es fehlen nur noch Kleinigkeiten. Geplant ist ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption", erklärte Spielerberater Oliver König.