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29.01.2013

Frankfurt leiht Stürmer aus

Eintracht versucht ihr Glück mit Lakic

Srdjan Lakic (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Srdjan Lakic
Eintracht Frankfurt hat den von Trainer Armin Veh heftig geforderten Stürmer verpflichtet. Am Dienstag heuerte Srdjan Lakic bei den Hessen an – und beendete damit einen wochenlangen Poker.
 
Video: Lakic trainiert mit Eintracht 1:02 Min
(© hr, 29.01.2013)

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Zwei Tage vor Schließung des Transferfensters konnten die Frankfurter ihre letzte und größte Baustelle schließen: Srdjan Lakic kommt vom VfL Wolfsburg an den Main, wo er einen Leihvertrag bis zum 30. Juni 2014 unterschrieb. Danach können die Hessen dem Vernehmen nach eine Kaufoption ziehen. Der Vertrag des 29 Jahre alten Angreifers in Wolfsburg läuft bis Juni 2015.

Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner fiel nach dem Abschluss der wochenlangen Verhandlungen mit Wolfsburgs Manager Klaus Allofs ein Stein vom Herzen: "Wir freuen uns, dass der Wechsel nun endlich perfekt ist. Mit Lakic haben wir einen kopfballstarken Stürmer verpflichtet, der genau ins Mannschaftsprofil von Eintracht Frankfurt passt und die Anforderungen von Chef-Trainer Armin Veh erfüllt."

Die Mannschaftskollegen konnte die neue Nummer 11 bereits kennenlernen. Am Dienstagvormittag nahm "Lucky", so sein Spitzname, erstmals unter der Führung von Veh am Training teil. Im Abschlussspiel bekam er sogar das Leibchen der Stammelf. "Er arbeitet gut gegen den Ball, das brauchen wir", meinte Veh.
 

Srdjan Lakic – ein Höhepunkt, viele Dämpfer 

 
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Missverständnisse in Wolfsburg und Hoffenheim

Audio: Lakic: "Bin positiv überrascht" 4:43 Min
(© Carsten Schellhorn/hr, 29.01.2013)
Für Lakic ist Frankfurt der weitere Versuch eines Neustarts. Der Kroate, der 2006 aus seiner Heimat zu Hertha BSC kam, steckt nach seinen erfolgreichen Jahren in Kaiserslautern in einer nun schon eineinhalb Jahre andauernden Krise. Sein letztes Ligator schoss der Kroate noch für die Pfälzer. Auch ein Tapetenwechsel in Form einer halbjährigen Ausleihe zur TSG Hoffenheim brachte nicht den gewünschten Erfolg. Das war wohl auch der Hauptgrund, warum sich Lakic gegen eine kurze Ausleihe sträubte und auf ein längerfristiges Engagement in Frankfurt drängte.

Diesen Wunsch erfüllten die Hessen mit der Leihe bis Sommer 2014. Dafür – und für die Chance, endlich wieder zu spielen – verzichtet Lakic auf einen beträchtlichen Teil seines stattlichen Wolfsburger Lohns. Dazu kommt, dass der VfL laut Medienberichten auch noch einen Teil des Lakic-Gehalts in Frankfurt übernimmt.

Lauffreudig und engagiert

Die Eintracht und Lakic hoffen nun, dass der 29-Jährige an seine Glanzzeiten aus dem Jahr 2010/11 anknüpfen kann. In seiner besten Saison beim 1.FCK erzielte der Kroate in 35 Pflichtspielen 23 Tore. Doch alleine an Toren will Frankfurts Coach Armin Veh seine Stürmer ja sowieso nicht messen. "Es ist wichtig, dass er für die Mannschaft arbeitet", hatte der Trainer schon beim unglücklichen Olivier Occean stets betont. Beim Neuzugang in der vordersten Eintracht-Front muss sich Veh darüber keine Sorgen machen.

"Er reibt sich auf, fightet, wühlt, drückt, schiebt und gibt nie auf", schrieb der "kicker" bereits 2010 über Lakic. Und auch bei seinen wenig schmeichelhaften Auftritten in Wolfsburg und Hoffenheim konnte man sich über Lakics Einsatz nie beschweren. Mehr als 11 Kilometer legte der 1,86 Meter große Mittelstürmer in beinahe allen seinen Partien zurück – ein Spitzenwert für einen Stürmer.

Dazu kommt eine tadellose Einstellung, die ihm viele ehemalige Trainer oder Kollegen bescheinigen. "Lucky ist ein Leader. Einer, der jedes Spiel gewinnen will", sagt etwa Ex-Lautern-Coach Marco Kurz über seinen einstigen Schützling. Es sind solche Worte, die der Eintracht Hoffnung machen, mit Lakic ein wichtiges Puzzleteil gefunden zu haben.
 
Redaktion: phsc / fawe
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 29.01.2013, 15:12 Uhr
 
 

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