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3.02.2013

Eintracht-Stürmer Srdjan Lakic

Das elfte Element

Srdjan Lakic jubelt mit seinen Kollegen (Bild:  Rhode/Storch)
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Srdjan Lakic (2.v.l.) ist schon mitten in Frankfurt angekommen.
Mit Angreifer Srdjan Lakic hat sich die Frankfurter Eintracht im wahrsten Sinne des Wortes in der Spitze verstärkt. Fraglich ist, ob die fehlende Breite den Hessen am Ende noch zum Verhängnis wird.
 
Ein Kommentar von Steffen Rebhahn, hr-online

Abgehoben sind schon viele in der bewegten Geschichte der Frankfurter Eintracht. In den Himmel gelobt, um anschließend ebenso tief zu fallen. Ein glanzvolles Debüt ist da längst kein verlässliches Indiz für eine rosige Zukunft. Martin Fenin lässt grüßen. Drei Mal hatte der Tscheche einst zum Einstand getroffen und ließ viele – und am allermeisten sich selbst – von weiteren Heldentaten träumen. Es folgte der sportliche wie persönliche Absturz.

Bei Srdjan Lakic sind die Dinge anders gelagert. Mit seinen 29 Jahren hat der Winterneuzugang schon einiges hinter sich. Gefeiert in Kaiserslautern, gefrustet in Wolfsburg und Hoffenheim kommt der Familienvater nun gereift nach Hessen. Er hat die millionenschwere Komfortzone auf der Wolfsburger Reservebank aufgegeben, um sich und allen Zweiflern zu zeigen, dass er es noch kann - das Toreschießen.

An der richtigen Stelle

Für die Eintracht wie Lakic scheint sich der Transfer als Glücksfall herauszustellen. Schon bei seinem ersten Auftritt in Hamburg zeigte der Kroate eindrucksvoll, woran das Frankfurter Spiel bislang noch gekrankt hatte. Kombinationssicher in der Offensive, emsig im Spiel gegen den Ball und vor allem dort zur Stelle, wo ein Stürmer stehen muss: Mit seinen beiden Toren hat er bereits ebenso viele Treffer erzielt wie seine glücklosen Vorgänger Olivier Occean und Karim Matmour zusammen.

Lakic ist das fehlende elfte Element im Erfolgssystem. Mit dem Kroaten hat Trainer Armin Veh genau eine komplette Startformation beisammen, die tatsächlich in der Lage ist, um die europäischen Plätze mitzuspielen. Fällt eine dieser Korsettstangen aus, sinkt unweigerlich das Niveau. Zwei, maximal drei Ergänzungsspieler können zumindest kurzfristig Löcher stopfen. Dahinter wird es eng.

Schmaler Grat in der Breite

Ob die finanziell bedachte Transferpolitik im Winter die richtige Maßnahme war, wird sich zeigen. Bei den umworbenen Gojko Kacar und Marko Livaja verzichtete man auf eine qualitative Verbreiterung des Kaders. Die Verpflichtung von Marco Russ scheint in erster Linie die Leistung von Abwehrkonkurrent Bamba Anderson noch einmal positiv beeinflusst zu haben. Bleibt Vehs Stammelf auch in den restlichen 14 Partien intakt, ist die Europa- oder gar Champions League keine Utopie mehr. Bei einem Verpassen des internationalen Geschäfts könnten die Hessen ihre starken Auftritte dagegen mit dem Abgang des einen oder anderen Leistungsträgers bezahlen. Mit Srdjan Lakic steigen die Chancen, dass dies nicht so kommen wird.
 
Redaktion: stre
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 3.02.2013, 20:52 Uhr
 
 

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