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8.02.2013

Eintracht gegen Nürnberg

Sorgen auf und neben dem Platz

Trainer Armin Veh (r.) setzt auf seinen Abwehrchef Carlos Zambrano. (Bild:  Rhode/Storch)
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Trainer Armin Veh (r.) setzt auf seinen Abwehrchef Carlos Zambrano.
Die Frankfurter Eintracht kann am Samstag gegen den 1. FC Nürnberg den nächsten Schritt in Richtung Europa machen. Entspannt blicken die Verantwortlichen dem Heimspiel aber keineswegs entgegen.
 
Es könnte alles so schön sein aus der Sicht von Eintracht Frankfurt. Der Fußball-Bundesligist hat die große Chance, den dritten Sieg nacheinander zu feiern und dadurch einen weiteren Schritt Richtung Europapokal-Teilnahme zu machen. Doch statt sich einfach nur auf das Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg zu freuen, müssen sich die Verantwortlichen mit zwei ganz speziellen Sorgen herumschlagen: Die eine betrifft Verteidiger Carlos Zambrano. Und die andere die vermeintlich gefährdete Sicherheitslage vor diesem "Risikospiel".
 

Am Flughafen festgehalten

Fernsehen

 (Bild: hr)
Alles zum Spiel der Eintracht gegen Nürnberg gibt es am Sonntag im "heimspiel! bundesliga" ab 23.40 Uhr im hr-fernsehen.
Zambrano kam nach einer turbulenten Länderspielreise über den Atlantik erst am Samstagmorgen und damit nur wenige Stunden vor dem Anpfiff nach Frankfurt zurück. Nichtsdestotrotz vertraut Veh dem Innenverteidiger nach einer kompletten Nacht im Flugzeug.

Der Abwehrchef der Eintracht hatte in der Nacht zum Donnerstag mit der peruanischen Nationalmannschaft ein Länderspiel im Karibikstaat Trinidad & Tobago bestritten. Nach der Partie reiste er nach Caracas in Venezuela, um von dort aus zusammen mit seinen Teamkollegen Claudio Pizarro (Bayern München) und Jefferson Farfan (Schalke 04) nach Deutschland weiterzufliegen. Doch das Militär machte den Spielern einen Strich durch die Rechnung. Trotz Bemühungen der Lufthansa, die Profis mit an Bord zu nehmen, lehnten die Behörden dies ab. "Die Polizei ließ sie nicht mehr ins Flugzeug, obwohl sie anderthalb Stunden vorher da waren. Mehr weiß ich auch nicht", meinte Veh.
 

Veh wettert gegen FIFA

Noch wütender als dieser obskure Einsatz machten den Frankfurter Coach aber ohnehin die vielen Testländerspiel-Termine während einer Saison. "Diese Freundschaftsspiele gehen mir so was von auf den Keks", schimpfte der 52-Jährige am Freitag. "Diese Spiele unter der Woche sind doch ein Humbug. Die FIFA legt die Termine fest, wir müssen die Spieler abstellen, obwohl wir sie bezahlen - und dann stehen wir da."

Andere Nationalspieler wie Pirmin Schwegler (Schweiz) oder Takashi Inui (Japan) seien zwar immerhin gesund und rechtzeitig nach Frankfurt zurückgekehrt. "Doch unsere gesamte Achse hat uns in dieser Woche gefehlt", meinte Veh. "Was willst du da trainieren oder einstudieren?" Gerade bei der Integration des neuen Stürmers Srdjan Lakic sei man vor dem Nürnberg-Spiel "keinen Schritt weitergekommen".

Voraussichtliche Aufstellungen
Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Simons - Kiyotake, Feulner, Balitsch, Frantz - Pekhart
 

Hinweise auf Pyrotechnik

Mit einem mulmigen Gefühl schauen die Verantwortlichen der Eintracht aber auch auf die große Rivalität zwischen den Frankfurter und Nürnberger Fans. "Wir sind etwas in Sorge. Die Zahl der Sicherheits- und Polizeikräfte wird vor diesem Spiel massiv erhöht", bestätigte Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Die Eintracht habe von der Nürnberger Polizei die Informationen erhalten, dass es im Block der Gäste "zu einem massiven Einsatz von Pyrotechnik kommen soll." Im April 2008 musste ein Bundesliga-Spiel zwischen beiden Mannschaften schon einmal für 20 Minuten unterbrochen werden. Auch beim Hinspiel in dieser Spielzeit hatte es Ausschreitungen gegeben.

Um einer möglichen Randale vorzubeugen, wird die Eintracht am Samstag erstmals spezielle Kameras mit einer neuen Zoom-Technik in den Fanblöcken einsetzen. Die sollen im Fall der Fälle die Identifizierung von Gewalttätern erleichtern. "Das ist präventiv gedacht, hat aber auch immer eine abschreckende Wirkung", betonte Hellmann. "Es gibt bestimmte Tätertypen, die man nicht über den Dialog erreicht, sondern identifizieren und gegebenenfalls bestrafen muss. Der technische Einsatz ist in dieser Form neu."
 

Spiel auf Augenhöhe

Etwas einfallen lassen muss sich Veh auch in sportlicher Hinsicht. "Das ist ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn wir wesentlich mehr Punkte haben", warnte der Trainer vor den defensivstarken Nürnbergern. Sollte Zambrano tatsächlich nicht spielen können, würde Rückkehrer Marco Russ wahrscheinlich zum ersten Mal seit Mai 2011 wieder von Beginn an in der Commerzbank-Arena auflaufen. Zu der Partie werden knapp 50.000 Zuschauer erwartet.
 
Redaktion: stre / fawe
Bild: © Rhode/Storch
Letzte Aktualisierung: 9.02.2013, 15:09 Uhr
 
 

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