Eintracht Frankfurt trifft heute Nachmittag zu Hause auf den VfB Stuttgart. Vor der Partie dominiert aber weiter Armin Veh die Schlagzeilen. Der Cheftrainer stellte am Freitag ein Ende des Vertrag-Hickhacks in Aussicht. Zugleich warnte er vor seinem Ex-Club.
Bei der Eintracht stehen aktuell zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Seien es die mittlerweile 504 Minuten ohne Tor oder der schmilzende Vorsprung auf Rang sieben: Sportlicher Natur sind nur die wenigsten Diskussionspunkte vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Zumal über allem die Frage über die Zukunft von Trainer Armin Veh steht.
So sah sich dieser am Freitag dazu genötigt, seine Gedanken ungewohnt konkret zu offenbaren: "Falls wir dieses Spiel gewinnen oder einen Punkt holen sollten, dann geht das relativ schnell. Dann wird es in den nächsten zehn Tagen entschieden. Denn Rumeiern hasse ich wie die Pest", sagte der 52-Jährige, der stets betont hatte, sich erst nach Erreichen der 40-Punkte-Marke erklären zu wollen.
Über die Partie gegen Stuttgart wurde dann aber auch noch gesprochen. "Es wäre wichtig für uns, wieder mal zu Hause zu gewinnen, wenn wir die Möglichkeit haben wollen, da oben dabei zu bleiben", meinte Veh. Mit seinem Ex-Team kommt ein zumindest auf dem Papier dankbarer Gegner in die Commerzbank-Arena. Der VfB steht in der Rückrunden-Tabelle der Fußball-Bundesliga noch hinter Greuther Fürth auf dem letzten Platz. Zudem schieden die Stuttgarter am Donnerstag sang- und klanglos bei Lazio Rom aus der Europa League aus.
Abschreiben wollte Veh die Schwaben deswegen noch lange nicht: "Sie sind immer in der Lage, mit ihrer Mannschaft guten Fußball zu spielen", sagte er und hob vor allem die Auswärtsbilanz der Stuttgarter hervor, die sich in der laufenden Saison auf fremdem Platz scheinbar wohler fühlen als vor dem eigenen kritischen Publikum. "Von daher ist es nicht unbedingt ein Vorteil, dass wir zu Hause auf sie treffen. Es wird ein extrem schwieriges Spiel."
Rode will VfB-Schwäche ausnutzen
Obwohl beide Mannschaften in der aktuellen Phase nicht unbedingt vor Selbstbewusstsein strotzen, sieht Sebastian Rode einen psychologischen Vorteil auf Seiten der Eintracht. "Die Stuttgarter haben bis jetzt in der Rückrunde nicht so viele Punkte geholt und sind unzufrieden mit ihrer eigenen Leistung", sagte der Mittelfeldspieler. "Sie sind sicher auch ein bisschen verunsichert und diese Unsicherheit wollen wir nutzen und gleich von Anfang an angreifen. Wir müssen uns an die Stärken erinnern, die wir in der Hinrunde hatten."
Rode dürfte seinen Platz in der Startformation nach Ablauf seiner Gelbsperre sicher haben. Darüber hinaus lässt sich über die mögliche Aufstellung der Hessen spekulieren. Kehrt Veh zum erfolgreichen 4-2-3-1-System der Hinrunde zurück oder setzt er weiter auf ein 4-4-2, mit dem die Eintracht zuletzt zwar gefällig, aber eben nicht torgefährlich genug spielte. "Schau'n mer mal", gab sich der Trainer gewohnt zugeknöpft. "Es ist ein Vorteil, wenn man nicht schon alles vorher verrät." Auch in dieser Hinsicht bleibt sich Veh treu.