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Dachboden Zimmer der Pels Zimmer von peter Badezimmer Zimmer von Eltern Frank Zimmer von Margot und Anne Versteckter Eingang

Das ideale Versteck

50 Quadratmeter zum Überleben

Anne schreibt in ihr Tagebuch: „Das Hinterhaus ist ein ideales Versteck. Obwohl es feucht und ein bisschen schief ist, wird man wohl in ganz Amsterdam, ja vielleicht in ganz Holland, kein so bequem eingerichtetes Versteck finden.“

Das Hinterhaus ist ein Anbau des Lagers an der Prinsengracht 263. Von allen Seiten ist es durch andere Häuser verdeckt - ein perfekter Unterschlupf für die Untergetauchten. Otto Frank hat es zusammen mit Hermann van Pels und den Mitarbeitern Victor Kugler und Johannes Kleiman für diesen Fall vorbereitet.

Durch eine Tür (A), die von einem extra für das Versteck angefertigten Bücheregal verdeckt wird, gelangt man in das Hinterhaus. Die Wohnräume sind relativ klein: Auf weniger als 50 Quadratmetern müssen die acht Bewohner miteinander auskommen. Alle Fenster sind verhängt, damit niemand von außen erkennen kann, dass Menschen in dem Hinterhaus leben.

Das Gebäude ist sehr hellhörig - tagsüber, während die Arbeiter im Lagerhaus sind, müssen die Bewohner so leise sein wie möglich. Das bedeutet: keine lauten Geräusche, kein Türknallen und vor allem keine Toilettenspülung.

Die Geheimtür

Verborgen hinter einem schwenkbaren Bücherregal befindet sich der Eingang ins Innere des Verstecks.

Die Treppe führt über eine Diele hinauf in die Küche des Hinterhauses, die gleichzeitig das Schlafzimmer der Eheleute van Pels ist. Links von der Treppe ist das Zimmer, das die Eheleute Frank gemeinsam mit Margot bewohnen. Auf der rechten Seite führt die Tür zum Waschraum.

Waschraum

  • Fläche: 5 m²

Besonders die Toilette ist ein Problem für die Untergetauchten: Aus Angst, dass man die Spülung im Magazin unter dem Waschraum hören könnte, darf nicht zu oft abgezogen werden. Jeder der acht Bewohner hat eine feste Zeit, in der er sich waschen darf.

Besonders Fritz Pfeffer besetzt aber die Toilette viel öfter und lässt sich nicht davon abbringen, klagt Anne in ihrem Tagebuch. Anne ist sehr eitel. Sie selbst ist abends an der Reihe und darf sich eine halbe Stunde lang schön machen.

Annes Zimmer

  • Fläche: 10,5 m²

In den ersten Wochen ihres Untertauchens teilt sich Anne mit ihrer Schwester Margot das Zimmer. Mit Dr. Fritz Pfeffer erhält sie im November 1942 einen anderen Zimmergenossen. Zuerst hat sie nichts dagegen, sich mit ihm den Raum zu teilen, doch es kommt immer mehr zu Streitereien.

Die beiden zanken sich um den Schreibtisch, den sie beide benutzen wollen. Anne darf nur Platz nehmen, während Pfeffer seinen Mittagsschlaf hält - ihre Bitte, den Schreibtisch an zwei Tagen in der Woche auch nachmittags nutzen zu dürfen, schlägt er aus. Erst Otto Frank kann Fritz Pfeffer überzeugen. Den Raum hat Anne mit Bildern von Filmstars und Königsfamilien dekoriert.

Das Zimmer der Eltern Frank

  • Fläche: 16 m²

Nachdem Fritz Pfeffer ins Versteck gekommen ist, schläft auch Margot mit im Schlafzimmer der Eltern. Die Möbel hat Otto Frank vor dem Untertauchen heimlich aus der alten Wohnung in das Hinterhaus bringen lassen.

Anne verbringt manchmal auch die Nacht in diesem Zimmer, wenn sie sich vor Gewittern oder Fliegern der Alliierten fürchtet.

Peters Zimmer

  • Fläche: 8 m²

Peters Zimmer grenzt direkt an die Küche und ist eigentlich nur der Durchgang zum Dachboden.

Trotzdem hat sich Peter wohnlich eingerichtet: Mit der Hilfe von Anne hat er Filmbilder an die Wand geklebt und sein Zimmer dekoriert. Anne verbringt so viel Zeit in seinem Zimmer, dass die Erwachsenen misstrauisch werden.

Küche und Aufenthaltsraum

  • Fläche: 29 m²
  • Besonderheiten: Das größte Zimmer

Der größte Raum im Versteck ist die Küche, die gleichzeitig auch eine Art Aufenthaltsraum und Wohnzimmer ist. Die Bewohner des Verstecks nehmen in der Küche die Mahlzeiten ein. Nachts dient die Küche dem Ehepaar van Pels als Schlafraum.

Die Mahlzeiten verlaufen nicht immer harmonisch, oft gibt es Diskussionen bis hin zu offenen Streitigkeiten. Mit der Zeit werden zudem die Essensrationen knapp, mit dem Abnehmen der Vorräte wird der Speiseplan zunehmend eintönig.

Der Dachboden

  • Fläche: 41,5 m²
  • Lebensmittellager für die Hinterhausbewohner

Über dem Versteck gibt es einen unausgebauten, im Winter kalten Dachboden. Er dient den Untergetauchten als Vorratsraum für Lebensmittel. Möglicherweise ist der Speicher auch beliebter Rückzugsort für Anne und Peter während ihrer Liebelei.

Für Anne ist der Dachboden eine geschätzte Verbindung zur Außenwelt. Das nicht abgedunkelte Dachfenster erlaubt einen Blick ins Freie. Im Tagebuch erwähnt Anne dreimal den Baum vorm Fenster, das letzte Mal am 13. Mai 1944: „Unser Kastanienbaum steht von oben bis unten in voller Blüte und ist viel schöner als im vergangenen Jahr.“

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