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12.11.2009

Städel Museum

Einzigartige Ausstellung in Frankfurt

Die Liebesgöttin Venus (Bild: Jörg P. Anders)
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Die Liebesgöttin Venus
Er hat das "Idealbildnis" der Frau entworfen: Das Städel Frankfurt zeigt eine ganz besondere Ausstellung zu Sandro Botticelli. Noch nie waren so viele Werke des Künstlers auf einmal zu sehen.
 

Information

Botticelli im Städel

13. November 2009 bis 28. Februar 2010
Eintrittspreise im Vorverkauf

Besuchstag: Wochenende Sa, So
Normalpreis € 12,00
Ermäßigt € 10,00
Familienkarte € 20,00
Besuchstag: Wochentags Di - Fr
Normalpreis € 10,00
Ermäßigt € 8,00
Familienkarte € 20,00
freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren
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Diese Damen sind einfach nicht von dieser Welt. Goldblonde Locken, zartweiße Haut, verklärter, melancholischer Blick – die Frauen, die Sandro Botticelli verewigte, umgibt ein göttlicher Zauber. Die Werkschau im Städel ist die erste monografische Ausstellung im deutschsprachigen Raum, die Bilder aus allen Schaffensphasen des Renaissancekünstlers präsentiert. Zudem werden Bilder von florentinischen Künstlern zu sehen sein, die Botticellis Stil mitgeprägt haben.

Um den Verleih der Kunstwerke hat das Städel mit den renommiertesten Museen und Galerien verhandelt. Und es hat sich gelohnt: 80 Werke sind im Städel-Anbau zu sehen. Darunter beispielsweise die "Madonna Guidi" aus dem Louvre, die frisch restaurierte "Maria mit Kind" aus der National Gallery of Scotland oder die "Minerva und Kentaur" aus der Galerie der Uffizien. Für letztere verhandelten Städel Direktor Max Hollein und Kurator Andreas Schumacher zwei Jahre mit Hilfe des italienischen Botschafters.
 

Göttinnen und Models

Die wohl berühmteste Göttin kommt aus Berlin. Die Liebesgöttin Venus, die ihre goldenen Haare um den nackten Körper schlingt ist ein weltbekanntes Motiv. Die Venus ist wahrscheinlich das Vorbild für die "Geburt der Venus", die in Florenz hängt. In Frankfurt ist die Göttin einzeln auf schwarzem Grund zu sehen. Nach neuesten Erkenntnissen stammt sie nicht unbedingt aus Botticellis Hand, sondern von Künstlern aus seiner Werkstatt. Die Venus ist mittlerweile ein Symbol für Liebe und natürliche Schönheit geworden. Sogar Andy Warhol verewigte sie in seiner Pop-Art Manier.

Das "Weibliches Idealbildnis" (um 1480) gehört bereits zu den Hauptwerken des Städels. Botticellis Idealvorstellung einer Frau geht wahrscheinlich auf eine reale Person zurück. Forscher vermuten, dass es sich um Simonetta Vespucci, die Geliebte von Giuliano Medici handeln könnte. Es ist im engeren Sinne auch kein Porträt. Vielmehr zeigt die zarte Frauengestalt mystische oder göttliche Züge, welche von den vielen üppigen Accessoires, wie Ketten oder einem falschen Haarteil unterstrichen werden.
 

Der Weg zum Botticelli Stil

Der 1444/45 in Florenz geborene Künstler hieß eigentlich Alessandro di Mariano Filipepi, wurde später aber Botticelli, zu Deutsch etwa "Fässchen", gerufen. Seine Künstlerkarriere begann er in der Werkstatt des Fra Filippo Lippi, wo er zunächst einen sehr klassischen Renaissance-Stil erlernte. Zeit seines Lebens war er ein enger Freund der mächtigen Familie Medici, deren Mitglieder er immer wieder porträtierte. Zu seinen wichtigsten Aufträgen gehörte die Mitarbeit an der Sixtinischen Kapelle in Rom.

Um den Weg zu seinem ganz speziellen Stil nachzuzeichnen, zeigt das Städel ebenfalls Bilder anderer Renaissancekünstler aus Florenz, Zeitgenossen wie beispielsweise Filippino Lippi oder Andrea del Verrocchio. Die Werke seiner Lehrer und Weggefährten bieten einen umfassenden Blick in die Entwicklung von Botticellis Stil. Die verschiedenen Ausprägungen und Themen des Florentiners sind in drei Bereiche gegliedert: allegorische, mythische und religiöse Malerei.
 
Redaktion: su / mad
Bild: © Jörg P. Anders
Letzte Aktualisierung: 5.07.2010, 16:30 Uhr
 

Geheimnisse erklärt

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