2.10.2015

65 Jahre Peanuts

Loser, Zicken und große Philosophen

Die Peanuts (Bild: United Feature Syndicate, Inc.)
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Die Peanuts
Der Loser Charlie Brown, Linus mit der Schmusedecke, die zickige Lucy und der philosophische Hund Snoopy: Die Comics von Charles M. Schulz sind legendär. Vor 65 Jahren sind die "Peanuts" zum ersten Mal erschienen.
 
Die "Peanuts" eroberten sofort die Welt. Was mit dem Abdruck in sieben US-amerikanischen Tageszeitungen am 2. Oktober 1950 begann, endete mit der Verbreitung in rund 2.600 Zeitungen in 75 Ländern. Bis heute sind die Abenteuer von Charlie Brown und seinen Freunden die erfolgreichste Comicserie aller Zeiten.
 

Antiheld und Träumer

Peanuts-Werkausagabe (Bild: United Feature Syndicate, Inc.)
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Peanuts-Werkausagabe

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"Die Peanuts" als Buch

Die Peanuts-Comics erscheinen beim Carlsen Verlag. Die Bände der auf 25 Bände angelegten Werkausgabe werden halbjährlich veröffentlicht. Bis 2018 soll die Reihe komplett sein.
Die Peanuts führen ein nahezu von Erwachsenen und der Außenwelt unberührtes Leben. Charlie Brown mit einem einzigen Haar auf seinem runden Kopf ist der geborene Pechvogel und Verlierer. Er trainiert in der schlechtesten Baseballmannschaft der Welt und traut sich nicht, das rothaarige Mädchen aus der Parallelklasse anzusprechen. Von seiner weltweiten Beliebtheit kann der Charlie Brown im Comic jedoch nur träumen. 1954 sagt Charlie Brown zu Lucy: "Ich wünsche, jemand würde zu mir kommen und sagen: Charlie Brown, ich bin dein Freund." Daraufhin schaut Lucy ihn an und meint: "Warum wünschst Du dir nicht gleich Flügel?"
 

"Lil’l Folks"

Erfinder Charles M. Schulz sah in Charlie Brown eher einen Tagträumer, der viel Ähnlichkeit mit ihm selbst hatte. Mit dem Titel Peanuts jedoch, zu Deutsch Erdnüsse oder Kleinigkeiten, war er zunächst überhaupt nicht einverstanden. Viel lieber hätte der Autor und Zeichner seine Figuren "Lil’l Folks" (Kleine Leute) genannt. Doch seine Vermarktungsagentur setzte sich bei der Namensgebung durch.
 

Traumberuf Comic-Zeichner

 (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Peanuts-Erfinder Charles M. Schulz

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 (Bild: Cross Cult)

Peanuts 5 "Mädchen, Mädchen"

von Charles M. Schulz, Paige Braddock, Vicki Scott
112 Seiten, 10 €
ISBN 978-3-86425-586-1
Cross Cult
Geboren wurde Charles Monroe Schulz am 22. November 1922 in Saint Paul in Minnesota. Sein Vater hatte deutsche Vorfahren und wie Charlie Browns Vater war er Friseur. Abends las er in der Zeitung neben den Sportnachrichten besonders gerne die Comics. So wurde beim kleinen Charles schon früh die Leidenschaft für die gezeichneten Geschichten geweckt. Später sagte Schulz einmal, Comic-Zeichner sei immer sein Traumberuf gewesen. Bis zum letzten Bild arbeitete er allein, er zeichnete und letterte jeden der fast 18.000 Strips. Auch die Drehbücher für die Fernseh- und Kinofilme der Peanuts stammten aus seiner Feder.

Charles M. Schulz starb am 17. Februar 2000. Insgesamt zeichnete er bis zu seinem Tod 17.897 Peanuts-Strips. Er hatte verfügt, wie auch "Tim und Struppi"-Zeichner Hergé, dass die Serie nach seinem Tod nicht fortgesetzt werden durfte.

Für sein Lebenswerk wurde Schulz in die "Cartoonist Hall of Fame" aufgenommen und mit der "Congressional Gold Medal" wurde ihm die höchste zivile Auszeichnung des US-amerikanischen Kongresses verliehen.
 
 

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Redaktion: anen
Bilder: © picture-alliance/dpa (1), © United Feature Syndicate, Inc. (2)
Letzte Aktualisierung: 30.09.2015, 16:10 Uhr
 
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