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Bundestagswahl 2009

Tierschutz

Christa Rust

Christa Rust (Bild: Privat)
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Christa Rust
Direktkandidatin im Wahlkreis 177: Wetterau
Listenplatz: 3
 

Persönliche Daten

Geburtsjahr: 1944
Wohnort: Frankfurt
Berufliche Qualifikation: kaufm. Angestellte
Ausgeübte Tätigkeit: Großbank
Politische Ämter: keine
Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen: keine, einfaches Mitglied div. Vereine

 

Fragen von wahl.hr-online.de

Warum sind Sie die Richtige für den Bundestag?

Ich würde versuchen, die Richtige zu sein, die sich konsequent für eine Tierschutzpolitik einsetzt, die nicht nur aus Lippenbekenntnissen und Absichtserklärungen besteht. Trotz Tierschutzgesetz nehmen die Leiden zu und es darf weiter an Tieren experimentiert werden, obwohl selbst Experten den Sinn und die Zuverlässigkeit solcher Versuche anzweifeln. Mit Rücksicht auf Religionsgemeinschaften zögert man, das Schächtverbot ohne Ausnahmen durchzusetzen, obwohl weder in heiligen Schriften noch sonstwo vorgegeben wird, dass man Tiere essen soll. Tierleid und Tierqualen begegnen uns auf Autobahnen, zweifelhaften Unterhaltungsveranstaltungen, in Riesenmastbetrieben, wo fließbandartig Tiere geboren und nach meist kurzem Leben geschlachtet werden, sowie in der freien Natur, wo die Lebensräume für frei lebende Tiere beschnitten, gestört oder zerstört werden.
"Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen" steht u.a. im Grundsatz des Tierschutzgesetzes geschrieben. Da man sich im Alltag den "vernünftigen Grund" nach Belieben zurechtbiegen kann, würde ich mich für das Verbandsklagerecht verstärkt einsetzen. Dieses wird von Tierschützern seit langer Zeit gefordert, ist jedoch immer wieder am Widerstand der etablierten Parteien gescheitert.

Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Wofür wollen Sie sich als Bundestagsabgeordnete besonders einsetzen?

Dass in der Wetterau, der Kornkammer der Region, nur gentechnikfreier Anbau betrieben wird und landwirtschaftliche Kleinbetriebe und Biohöfe weiterhin gesunde Lebensmittel und Produkte der Region zu erschwing-lichen Preisen anbieten können und wegen der Billiganbieter nicht um ihre Existenz fürchten müssen.

Wenn Sie Ihre politische Arbeit der vergangenen Jahre betrachten - auf was sind Sie besonders stolz?

Dass wir es trotz enormer Anstrengungen immer wieder geschafft haben, an den vielen Wahlen der letzten Jahre teilzunehmen.

Welche Aufgaben müssen von einer neuen Regierung dringend gelöst werden?

Politik muß ehrlich sein, denn die Bürger verstehen nicht, warum sie immer wieder getäuscht und belogen werden. Auch in schwierigen Zeiten sollte man Probleme nicht passend oder schön reden, auch gegenseitige Schuldzuweisungen sind nicht vertrauensfördernd. Stärkung der heimischen Märkte, Bekämpfung der Arbeitslosigkeit durch Erschließung neuer Märkte, Investition in Forschung, Bildung, Klima- und Umweltschutz, erneuerbare Energien und eine solide Finanz- und Steuer-politik wie auch Sparprogramme zum Schuldenabbau müssen von der neuen Regierung in Angriff genommen werden.

Welchen Stellenwert hat das Internet für Ihren Wahlkampf? Welche Plattformen nutzen Sie?

Das Internet ist ein wichtiges Kommunikations- wie auch Informationsmittel und Bestandteil der täglichen Parteiarbeit.

In Berlin ist die hessische Heimat weit entfernt. Was werden Sie als Bundestagsabgeordnete dort besonders vermissen?

Die schönen gemütlichen Ecken in Frankfurt, Freunde und Bekannte.

Mit wem würden Sie gerne einmal einen Tag tauschen? Und warum?

Ich weiß nicht, mit wem ich tauschen möchte. Vielleicht mal zusammen mit einem Clown gemeinsam Leute aufheitern und ihnen dann nahe legen, dass Jammern und Trübsal blasen Zeitverschwendung ist und sie lieber anpacken und sich engagieren sollen.

 
Redaktion: lian
Bild: © Privat
Letzte Aktualisierung: 19.08.2009, 12:29 Uhr

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Der Wahlkreis 177 – Wetterau – umfasst den Wetteraukreis mit folgenden Städten und Gemeinden: Altenstadt, Bad Nauheim, Bad Vilbel, Büdingen, Butzbach, Echzell, Florstadt, Friedberg (Hessen), Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Karben, Kefenrod, Limeshain, Münzenberg, Nidda, Niddatal, Ober-Mörlen, Ortenberg, Ranstadt, Reichelsheim (Wetterau), Rockenberg, Rosbach v. d. Höhe, Wölfersheim und Wöllstadt sowie folgende Städte und Gemeinden des Main-Kinzig-Kreises: Bad Soden-Salmünster, Brachttal und Wächtersbach.

Insgesamt leben hier rund 330.000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 266 Einwohnern pro km2. Wahlberechtigt sind rund 248.000 Bürger. Die Arbeitslosenquote lag im August 2009 im Wetteraukreis bei 5,8 Prozent (hessenweit 7,0 Prozent), im Main-Kinzig-Kreis bei 6,7 Prozent.
 
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