Warum sind Sie der Richtige für den Bundestag?
Weil ich die Sorgen und Nöte der Menschen kenne und für eine sozial gerechte Politik stehe. Die Stärke unserer Wirtschaft liegt im Wettbewerb um Ideen und Qualität. Wir sind besser als andere nicht billiger. Bildung ist dafür ein wichtiger Schlüssel. Als Vater einer 18-jährigen Tochter weiß ich, wie wichtig es ist, gute Bildungschancen für alle zu schaffen. Dafür stehe ich persönlich ein.
Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Wofür wollen Sie sich als Bundestagsabgeordneter besonders einsetzen?
Ich möchte, dass der wunderschöne ländliche Raum des Wahlkreises Waldeck dauerhaft für die Menschen attraktiv bleibt. Wir brauchen gute Bedingungen für junge Familien. Wir brauchen gute Pflegeeinrichtungen für die Älteren. Ich möchte erneuerbare Energien fördern und die Mobilität durch Bus und Bahn erhalten und ausbauen. Lokale Vertriebsnetze können den Absatz einheimischer Produkte verbessern. Und die kleinen Ortsteile sollen trotz des demographischen Wandels erhalten bleiben.
Wenn Sie Ihre politische Arbeit der vergangenen Jahre betrachten - auf was sind Sie besonders stolz?
Auf die Energie- und Abfallpolitik des Landkreises Kassel, die ich als Kreistagsabgeordneter mitbestimmt habe. Wir haben sehr früh auf umweltfreundliche Energie gesetzt. Die Müllgebühren sind seit 2003 stabil geblieben. Wir haben die Verkehrsanbindung der Region verbessert, etwa mit der Schaffung der Regiotram. Außerdem haben wir im Landkreis die Privatisierung des Gesundheitswesens verhindert. Und wir haben in Schulgebäude investiert, auch in Verbindung mit dem Einbau umweltfreundlicher Energiequellen.
Welche Aufgaben müssen von einer neuen Regierung dringend gelöst werden?
Die neue Regierung muss dafür sorgen, dass der Sozialstaat den Menschen ausreichend Sicherheit bietet. Die Krise darf nicht von den Arbeitnehmern bezahlt werden. Dem Schutzschirm für Banken muss ein Schutzschirm für Arbeitnehmer folgen. Besonders für meinen Wahlkreis ist wichtig, dass es Sonderkreditprogramme für Eigentum in kleinen Ortsteilen geben muss und ausreichend Mittel zur Finanzierung von Bus und Bahn. Der demographische Wandel darf nicht zur Entvölkerung kleiner Orte und Ortsteile führen.
Welchen Stellenwert hat das Internet für Ihren Wahlkampf. Welche Plattformen nutzen Sie?
Ich bin im Netz mit meiner Homepage ullrich-messmer.de, bei wer-kennt-wen.de und auf Youtube vertreten. Ich setze im Wahlkampf aber vor allem auf persönliche Gespräche. Deshalb habe ich mich im Rahmen meiner Sommertour aufs Rad geschwungen und über 60 Ortsteile besucht. Dabei habe ich übrigens auch erfahren, dass nicht überall eine schnelle DSL-Verbindung überhaupt verfügbar ist. Da muss was getan werden, gerade auch damit die lokale Wirtschaft nicht abghängt wird.
In Berlin ist die hessische Heimat weit entfernt. Was werden Sie als Bundestagsabgeordneter dort besonders vermissen?
Meinen morgendlichen Waldlauf und die nordhessische Landschaft. Ich kann zwar auch an der Spree langlaufen, aber das ist nicht das gleiche. Ich werde versuchen, so oft wie möglich im Wahlkreis zu sein, damit der Trennungsschmerz nicht zu groß wird.
Mit wem würden Sie gerne einmal einen Tag tauschen? Und warum?
Mit einem Polizeibeamten. Ich würde als Bundestagsabgeordneter gerne mal ein Praktikum bei der Polizei machen, um den Alltag dieses Berufes ganz nah zu erleben. Reizen würde mich auch der Alltag von Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern. Das sind Knochenjobs, vor denen ich großen Respekt habe. Den Alltag dieser Menschen kennenzulernen wäre sicher eine Bereicherung.