Warum sind Sie die Richtige für den Bundestag?
Ich bin die Richtige für den Bundestag, weil:
Ich mit Familie und Beruf mitten im Leben stehe und dadurch die Bedürfnisse vieler Bürgerinnen und Bürger aus praktischer Erfahrung kenne.
Ich durch meine Ausbildung gelernt habe, Sachverhalte zu analysieren, um nach den besten Lösungsansätzen zu suchen.
Ich mit beiden Augen offen durch die Welt gehe.
Neben der rein theoretischen Diskussion muss die gespürte Lebenssituation der Menschen berücksichtigt werden.
Ich bereit bin, Entscheidungen zu treffen.
Ich gerne mit Menschen kommuniziere, was eine Grundvoraussetzung ist, um die Bürgerinnen und Bürger in Berlin repräsentieren zu können.
Ich auch in schwierigen Lagen meinen Optimismus nicht verliere.
Was möchten Sie für Ihren Wahlkreis erreichen? Wofür wollen Sie sich als Bundestagsabgeordnete besonders einsetzen?
Hessen und auch der Main-Taunus-Kreis sind eine wirtschaftlich starke Region. Wir haben viele mittelständische Unternehmen, die ganz unterschiedlich von der Krise betroffen sind. Die mittelständischen Unternehmen stellen bisher noch über 80 Prozent aller Ausbildungsplätze. Die Belastung der dieser Unternehmen muss daher spürbar sinken. Dazu gehört eine Entlastung von Steuern, Abgaben und vor allem von Bürokratie. Mit der Privatisierung von öffentlichen Aufgaben werden dem Mittelstand neue Betätigungsfelder und durch eine Flexibilisierung der arbeitsrechtlichen Vorschriften mehr Möglichkeiten der Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld gegeben.
Frauen sind heute besser denn je ausgebildet. Die Berufstätigkeitsquote von Frauen steigt. Ihnen sollten entsprechende Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen, um ihren Beruf auszuüben und sich damit sowohl einen Rentenanspruch zu erwerben. Die steigende Erwerbstätigkeit von Frauen wird auch dazu beitragen, dass sich die Gehaltsspreizung zwischen Männern und Frauen verringert. Dazu bedarf es eines gezielten Ausbaus von qualifizierten Betreuungsplätzen. Qualifiziert deshalb, da man heute weiß, dass gerade die Förderung in den ersten Lebensjahren entscheidend für die weitere Entwicklung von Kindern ist. Ich werde mich als Abgeordnete für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einsetzen.
Sozialpolitik sollte möglichst nahe an den Menschen gestaltet werden. So hat sich zum Beispiel die Betreuung von Langzeitarbeitslosen durch die Optionskommunen, welche näher am "Kunden" sind und damit ganzheitlich agieren können durchgesetzt. So konnten im Main-Taunus-Kreis in den Jahre 2005 bis 2007 insgesamt 3.300 Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.
Desweiteren werde ich mich natürlich für die Themenbereiche der Frage 4, die allgemeiner sind und nicht nur meinen Wahlkreis betreffen, einsetzen.
Wenn Sie Ihre politische Arbeit der vergangenen Jahre betrachten - auf was sind Sie besonders stolz?
Erfolge erreicht man selten allein. Neue Konzepte entwickeln sich aus der Zusammenarbeit und Diskussion mit Parteimitgliedern aber auch mit Andersdenkenden.
Stolz bin ich darauf, Menschen für die Politik interessieren zu können. Es wird viel über Demokratieverdrossenheit diskutiert. In einer Umfrage von Allensbach haben nur ein Teil der Wählerinnen und Wähler die Bereitschaft bekundet, einen schönen Ausflug früher abzubrechen, um pünktlich im Wahllokal ihre Stimme abzugeben. In einer solchen Situation ist es wichtig, bei Menschen das Interesse an Politik zu wecken, sei es nur interessierter Bürger oder als Mitglied in einer Partei.
Welche Aufgaben müssen von einer neuen Regierung dringend gelöst werden?
Die Soziale Marktwirtschaft wird in den kommenden Monaten wieder gestärkt werden müssen. Nur durch die Förderung des Wettbewerbs und dem Schutz vor Monopolen wird es in unserer Wirtschaft Innovation geben und damit Wachstum. Nur durch eine steigende Wirtschaftsleistung werden wir die Staatsverschuldung und die sozialen Aufgaben, die vor uns liegen, bewältigen können.
Derzeit hat die Weltwirtschaft den größten Anstieg der Arbeitslosigkeit der letzten Jahrzehnte zu verzeichnen. Das Instrument der Kurzarbeit hat bisher den Schock auf dem Arbeitsmarkt verhindert. Die Erfahrungen aus den Rezessionen in den 70er und 80er Jahren haben gezeigt, dass Europas stark reglementierte Arbeitsmärkte die Arbeitslosigkeit über Jahrzehnte hinweg zementiert haben. Aus Sicht der FDP muss der gegenwärtig überregulierte und ineffiziente Arbeitsmarkt flexibilisiert werden. Besonders der Mittelstand muss von Bürokratie entlastet werden nicht um die Arbeitnehmer "auszubeuten", sondern, um sie in Arbeit zu bringen.
Gesetzliche Mindestlöhne führen zu einer Verdrängung von Arbeitsplätzen, insbesondere im Niedriglohnbereich. Wir setzen uns daher vehement Investitionen in unser Bildungssystem ein. Hier liegt der Schlüssel für Chancengleichheit und Wohlstand für alle. In einem hochindustrialisierten Land, welches arm an natürlichen Ressourcen ist, sind die Investitionen in die Köpfe der Menschen besonders wichtig. Die Politik muss hier die richtigen Antworten finden, von der frühkindlichen Bildung bis zur Strukturierung von Studiengängen und beruflichen Weiterbildung.
Wir haben Umweltprobleme zu lösen. Ohne staatlichen Eingriff ist der Schutz der Natur, der Gesundheit und der Interessen kommender Generationen oft nicht realisierbar. Der Staat muss einen ökologisch verantwortlichen Ordnungsrahmen setzen, um externe Kosten und diejenigen Kosten, die auf kommende Generationen verschoben werden, auszugleichen. Er sollte den Wettbewerb von Lösungen zulassen statt Monopole zu errichten oder Technologien vorzugeben. Zu seinen
Aufgaben gehört die Zielkontrolle, in der Regel aber nicht die Aufgabendurchführung.
Jeder Mensch in unserer Gesellschaft soll seinen Lebensweg eigenverantwortlich gestalten können. Die Politik hat hierfür die durch eine liberale Gesellschaftspolitik die Rahmenbedingungen zu schaffen. So hat sich zum Beispiel die Lebenssituation von Familien in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Zahl der Alleinerziehenden steigt stark an. Hier sind ausreichend zeitlich flexible und qualitativ gute Kinderbetreuungsangebote in Einrichtungen und bei Tagesmüttern und vätern zu schaffen. Für Alleinerziehende stellt dies oft die einzige Möglichkeit dar, dem Armutsrisiko zu entkommen.
Welchen Stellenwert hat das Internet für Ihren Wahlkampf? Welche Plattformen nutzen Sie?
Das Internet wird als Kommunikationsmedium immer wichtiger. Daher nimmt das Internet für mich einen hohen Stellenwert ein. Die Webseiten sind eine gute Möglichkeit die breite Öffentlichkeit über die eigenen Standpunkte und Termine zu informieren. Durch Videoclips kann man Interessierten einen lebendigen Eindruck von der Kandidatin oder dem Kandidaten geben.
Als Plattformen nutze ich: Website (www.stark-watzinger.de), MeinVZ, Facebook, Wer-kennt-wen, YouTube und auch Twitter.
An Twitter stört mich aber offen gestanden, dass man nur eine sehr begrenzte Zahl von Zeichen zur Verfügung hat. Somit kann man Themen nur anreißen.
In Berlin ist die hessische Heimat weit entfernt. Was werden Sie als Bundestagsabgeordnete dort besonders vermissen?
Ich bin in Hessen geboren und im Main-Taunus-Kreis aufgewachsen. Daher werde ich vor allem die Menschen meines Wahlkreises vermissen. Auch wenn ich durch einen langen Auslandssaufenthalt gelernt habe, mich in einem neuen Umfeld zu Recht zu finden und zu integrieren, wird mir trotzdem die hessische Lebensart fehlen. Konkret werden mir die Obstfelder des Kreises fehlen, die frischen Erdbeeren aus den Kommunen des Main-Taunus-Kreis. Im Gegensatz zu Berlin bietet der Taunus als Mittelgebirge viele Anhöhen mit spektakulären Ausblicken auf die Rhein-Main-Ebene.
Mit wem würden Sie gerne einmal einen Tag tauschen? Und warum?
Hier kann ich nicht eine Person benennen. Aber ich denke es wäre hilfreich, einen Tag mit vielen verschiedenen Personen aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen zu tauschen, da man dann ein viel besseres Verständnis für deren konkrete Probleme entwickeln könnte.