Er sei froh, zur documenta gekommen zu sein. Vor Ort sehe das alles doch noch einmal ganz anders aus. "Wir brauchen Kunst, um etwas über uns selbst zu erfahren", sagte der Bundespräsident bei seinem Rundgang durch die documenta. Einiges erkläre sich fast von selbst, bei anderen brauche es den zweiten oder dritten Blick.
Die Politik könne von der Kunst lernen, dass der Mensch mehr umfasst als nur sein Verstand und das Denken in Kategorien wie Nützlichkeit. "Wir brauchen Kunst wie Religion und Philosophie, um tiefer in die Dinge hineinzukommen", sagte Gauck. Kunst könne aufwecken.
Gauck hatte am Morgen die Ausstellung vor dem Fridericianum eröffnet, war aber dann zunächst ohne offizielles Statement mit documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev in der Ausstellung verschwunden. "Jetzt wollen wir mal ein bisschen Kunst angucken", sagte er lächelnd zu Kindern.
Im Fridericianum empfing ihn ein Luftzug, das Werk des amerikanischen Künstlers Ryan Gander, in der documenta-Halle besichtige er die tönenden Maschinen des Frankfurter Künstlers Thomas Bayerle.
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