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Gruß an die Zuschauer vor dem Fridericianum: Gauck bei der Eröffnung der documenta (Bild:  picture-alliance/dpa)
Gruß an die Zuschauer vor dem Fridericianum: Gauck bei der Eröffnung der documenta

documenta eröffnet

"Kunst kann uns aufwecken"

Bundespräsident Joachim Gauck hat am Samstag die documenta 13 eröffnet. Die Politik könne von der Kunst viel lernen, sagte Gauck. Tausende Besucher strömten am ersten Besuchertag in die Ausstellung.
 

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9.06.2012, 19:30 Uhr
Video: documenta in Kassel eröffnet 2:49 Min
(© hr | hessenschau, 09.06.2012)
Audio: Gauck: Politik kann von Kunst lernen 2:16 Min
(© hr, 09.06.2012)

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+++Ticker vom Eröffnungstag +++

hr-online berichtete live von der Eröffnung der documenta.
Er sei froh, zur documenta gekommen zu sein. Vor Ort sehe das alles doch noch einmal ganz anders aus. "Wir brauchen Kunst, um etwas über uns selbst zu erfahren", sagte der Bundespräsident bei seinem Rundgang durch die documenta. Einiges erkläre sich fast von selbst, bei anderen brauche es den zweiten oder dritten Blick.

Die Politik könne von der Kunst lernen, dass der Mensch mehr umfasst als nur sein Verstand und das Denken in Kategorien wie Nützlichkeit. "Wir brauchen Kunst wie Religion und Philosophie, um tiefer in die Dinge hineinzukommen", sagte Gauck. Kunst könne aufwecken.

Gauck hatte am Morgen die Ausstellung vor dem Fridericianum eröffnet, war aber dann zunächst ohne offizielles Statement mit documenta-Chefin Carolyn Christov-Bakargiev in der Ausstellung verschwunden. "Jetzt wollen wir mal ein bisschen Kunst angucken", sagte er lächelnd zu Kindern.

Im Fridericianum empfing ihn ein Luftzug, das Werk des amerikanischen Künstlers Ryan Gander, in der documenta-Halle besichtige er die tönenden Maschinen des Frankfurter Künstlers Thomas Bayerle.
 

Ein Fußballtrikot für den Bundespräsidenten 

 
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Sieben auf Podeste montierte Automotoren "beten" Bayrle zufolge und kommentieren so den Traum vom Fliegen. Eine Verbindung von alten Motoren mit Texten aus Kirchenräumen - "das habe ich noch nicht gesehen", sagte Gauck.
 
Video: Diese Kunstwerke ziehen alle an 3:05 Min
(© hr | hessenschau, 09.06.2012)
Der Rundgang des Bundespräsidenten endete in der Karlsaue. Dort ist der mit Gemüse bepflanzte Müllberg des chinesischen Künstlers Song Dong aufgeschichtet - schon jetzt eine Attraktion der documenta 13. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nahmen an der Eröffnung teil.

Auf der documenta stellen 100 Tage knapp 300 Teilnehmer ihre Arbeiten aus, neben Künstlern sind bei der diesjährigen Kunstschau auch Wissenschaftler vertreten. 2007 kamen rund 750.000 Besucher zur documenta 12, in diesem Jahr werden ebenso viele erwartet.
 

Mit Nägelkauen fing es an: Halbzeit bei documenta 

 
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Einfach für alle. Der neue Rundfunkbeitrag.
Weitere Informationen erhalten Sie [hier].
Audio: Herzlicher Empfang für Joachim Gauck 2:13 Min
(© hr, 09.06.2012)
"Die documenta gibt Anstöße für die Besucher, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen – selbst wenn sie für uns manchmal unbequem oder irritierend sein können", sagte Ministerpräsident Bouffier. Tatsächlich haben viele Werke eine politische Aussage. Im Park steht eine Hinrichtungsstätte, man sieht schockierende Bilder von Handy-Videos, deren Besitzer im Moment des Filmens erschossen werden.

Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen waren bereits am Samstag tausende Besucher in Kassel unterwegs, vor den Kassen bildeten sich Schlangen.
 
Wichtige Ausstellungsorte sind das Fridericianum, die documenta-Halle, die Karlsaue und der Kulturbahnhof. Dazu kommen unter anderem das Ottoneum, die Neue Galerie, die Orangerie und das Brüder-Grimm-Museum. Auch Veranstaltungen in Kabul, Kairo und Kanada gehören dazu. Der Gesamtetat beträgt 24,6 Millionen Euro.
 

Die Hauptorte: Wo die documenta-Kunst zuhause ist 

 
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Video: Geschäftsführer Leifeld im Gespräch 2:36 Min
(© hr | hessenschau, 09.06.2012)
Einiges hat auch nicht geklappt. Die Argentinier Guillermo Faivovich und Nicolas Goldberg wollten einen 37 Tonnen schweren Meteoriten nach Kassel bringen, was aber misslang, stattdessen wird jetzt nur der Versuch dokumentiert. Aber auch das passt ins Konzept der Kuratorin: "Diese documenta ist bewusst unbequem und unvollständig."
 

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documenta-Kurzführer

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Die Besucher können sich von "Worldly Companions" - weltgewandten Begleitern - durch die Ausstellung führen lassen, die sich fast über die ganze Stadt erstreckt. "Man muss schon gut zu Fuß sein", warnte der ehemalige Bundesfinanzminister und gebürtige Kasselaner Hans Eichel (SPD), der ebenfalls "Worldly Companion" ist. Unter anderem werden neun, jeweils an einem Thema orientierte Führungen zu ausgewählten Kunstwerken angeboten.

Zur Information über die geistigen Grundlagen der documenta sind zudem drei Bücher erschienen.
 
Redaktion: aba
Letzte Aktualisierung: 10.06.2012, 12:23 Uhr
 
 
 

Kunst mit Küchle

Was will der Künstler nur damit sagen? hr-Reporterin Tanja Küchle rückt den Werken der documenta auf den Leib.

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Das waren die Highlights von hr-Kulturredakteur Rudolf Schmitz.
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