Mit der Ernennung von Carolyn Christov-Bakargiev folgte die documenta-Findungskommission einer kleinen Tradition. Wie schon ihre Vorgänger der letzten drei documenten war auch die US-Amerikanerin mit italienischem Wohnsitz zuvor eher nur Insidern bekannt. Weder die allwissende Online-Enzyklopädie Wikipedia noch das renommierte Munzinger-Archiv kannten im Dezember 2008 ihren Namen.
Das hat sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren, die die blond gelockte Christov-Bakargiev nun schon die weltweit wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst vorbereitet, geändert. Die 54-Jährige, die von den documenta-Verantwortlichen bei ihrer Vorstellung als "erbarmungslose Powerfrau" beschrieben wurde, ist Dreh- und Angelpunkt der 13. documenta-Auflage. "Eine gute Ausstellung sollte einen Standpunkt haben", betonte Christov-Bakargiev, die offenbar Themen wie Ökologie, Politik und Feminismus ins Zentrum ihrer Ausstellung stellt.
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