Kritik am Konzept gibt es nur wenig, Skandale seit
Ausstellungsbeginn gar nicht. Auch von Fachkollegen kommt Lob. "Ich glaube, dass viele aber sehr positiv auf die gesamte Inszenierung, auf die Vielfältigkeit des Konzeptes reagiert haben, und ich glaube, dass das eine documenta ist, die nicht nur dem Publikum viel Vergnügen bereiten wird, sondern die auch für die Fachwelt hoch interessant ist und auch weiterhin Bestand haben wird", sagt Max Hollein, einflussreicher Museumschef aus Frankfurt.
Die vom Kasseler Behindertenbeirat kritisierte mangelnde Barrierefreiheit wies Leifeld zurück. Mittlerweile habe die documenta auch Behinderten-Führungen ins Programm aufgenommen, zudem dürfen Blinde bestimmte Kunstwerke mit Handschuhen berühren - das ist sonst streng verboten.
Und Skandale, wie sie bei vorherigen Ausstellungen immer wieder vorkamen? Abgesehen von den Vor-documenta-Überlegungen Christov- Bakargievs zu einem Wahlrecht für Erdbeeren und Hunde und einem kurzen Aufreger über eine nicht zur documenta gehörende Skulptur auf einem Kirchturm - nichts. Und es scheint, als kommt auch nichts mehr. "Wir haben keinen Skandal geplant", sagt Leifeld.
Start des 360°-Rundgangs vor dem Fridericianum