Immer weiter Richtung Unterbewusstsein sozusagen. Im Grunde klappt es gut, doch ich drifte ab frage mich, ob ich alles richtig mache, ob ich "gut genug in Trance" bin. Sogar hier herrscht Leistungsdruck! Aber dann holt mich Mahkess Stimme wieder zurück. "Konzentriert Euch auf den Spalt, an dem das Haus gespiegelt wird. Er geht mitten durch diesen Raum, in dem ihr sitzt. Er ist Millimeter-dünn, fast unsichtbar. Ich zähle jetzt bis eins und dann gehen wir gemeinsam durch diesen Spalt. Drei, zwei, eins
Und los", sagt Luytens.
Ich fühle mich, als würde ich von innen heraus, wie eine Blume aufblühen richtig voluminös. In einem Millimeter-dünnen Spalt. Klingt blöd. Fühlt sich großartig an!
"Und ihr riecht Kaffee. Voll und rund! Espresso, Brühkaffee. So, wie du ihn magst, wie dein Lieblingskaffee riecht. Dunkler kräftiger Kaffee. Kaffeeduft umhüllt dich. Überall Kaffee. Und vielleicht wirst du dich in den nächsten Tagen, wenn du Kaffee riechst, daran erinnern, wie du dich jetzt gefühlt hast, als du durch den Spalt gegangen bist", sagt Luytens. Und wenig später höre ich anfügen: "Du gehst weiter, du öffnest eine Tür und dahinter ist DEIN Raum. Du bist hier der Schöpfer - und der Raum sieht so aus, wie du es möchtest." Mein Raum ist plüschig-weich, schneesturm-weiß und lautlos.
Viel zu früh fordert Marcos Stimme mich auf, wieder hinaufzusteigen, in mein Bewusstsein. Jetzt geht alles ganz schnell:
fünf, vier, drei, zwei, eins
Hallo, wach! Ich fühle mich erholt und wie aufgeladen, zugleich ruhig und gelassen. Ein Zustand, den ich in dieser Qualität selten erreiche. Die "Hypnotic Show at the Reflection Room" ist weniger eine therapeutische Prozedur vielmehr so, als würde man seinen "inneren Schreibtisch" aufräumen. Und was die Kunst angeht, ist es, als würde man eine Ausstellung besuchen, die nur im eigenen Kopf stattfindet.
360°-Rundgang durch die Hypnotic Show von Marcos Lutyens