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Verbotener Blick auf das abseits in der Kasseler Karlsaue gelegene Künstlerdorf Gareth Moore  (Bild:  hr-online)
Verbotener Blick auf das abseits in der Kasseler Karlsaue gelegene Künstlerdorf Gareth Moore
8.09.2012

Rätsel gelöst

Mit Bulldozer Künstlerhaus zerstört

Das Rätselraten um ein zerstörtes Kunstwerk auf der documenta in Kassel ist gelöst. Der Künstler hat es selbst platt gemacht, wie die Kunstschau am Samstag bestätigte – mit großem Gerät.
 
"Er ist mit einem Bulldozer über das Künstlerhaus drübergefahren", sagte documenta-Mitarbeiterin Melanie Räuschel am Samstag zu hr-online. Die Aktion sei Teil des künstlerischen Konzepts und von Anfang an so geplant gewesen. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, die Hütte sei von selbst eingestürzt. In ihrer Online-Ausgabe hatte sich die HNA schon an den spektakulären Einsturz der Installation "Template" des chinesischen Künstlers Ai Weiwei auf der documenta 2007 erinnert gefühlt. Damals zerstörte ein Unwetter die Installation. Anders als damals legte nun aber der Künstler selbst Hand an.

Das zerstörte Haus war Teil eines kleinen Künstlerdorfes, das Gareth Moore in der Karlsaue errichtet hatte. Der kanadische Künstler gilt als sehr publikumsscheu. Wer das Künstlerdorf betritt, muss Mobiltelefon und Kamera abgeben, fotografieren ist verboten.

Werk in "stetem Wandel begriffen"

Für den Bau nutzte Moore zum Beispiel zwei Fenster aus dem alten Brüder-Grimm-Museum oder ein Waschmaschinengehäuse, das jemand im Park abgeladen hatte. Das Werk sei ein "in stetem Wandel begriffenes öffentliches Environment, ein Mikrokosmos sich vermischender Erzählungen", hieß es seitens der documenta vorab. Moore hatte auch einen Kiosk, einen Tempel, eine Apotheke und eine Pension gebaut.

Vor dem Künstlerhaus hatten sich in den vergangenen Tagen lange Besucherschlangen gebildet. Maximal 33 Gäste dürfen nur gleichzeitig auf das Gelände.
 

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Redaktion: aba
Letzte Aktualisierung: 12.09.2012, 10:53 Uhr
 

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