Carolyn Christov-Bakargiev und Horst Hoheisel mit alten Fotos des von den Nazis zerstörten Aschrottbrunnens. Carolyn Christov-Bakargiev und Horst Hoheisel mit alten Fotos des von den Nazis zerstörten Aschrottbrunnens.

Fridericianum, Rotunde / Aschbrottbrunnen

documenta-Werk

Von Horst Hoheisel


Auf der documenta zeigt der in Kassel lebende Künstler Horst Hoheisel Zeichnungen, Fotos und seine Verträge mit der Stadt Kassel über die Wartung des Aschrottbrunnen sowie Arbeitshandschuhe, die er und Carolyn Christov-Bakargiev trugen, als sie im März 2011 den Brunnen reinigten. Außerdem sind Glücksmünzen zu sehen, die sie bei dieser Gelegenheit dort fanden.

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Hoheisel hatte 1987 am Kasseler Rathausplatz das Mahnmal für den von den Nationalsozialisten zerstörten Brunnen errichtet. In seiner Arbeit griff Hoheisel die ursprüngliche Form des Brunnens auf, versenkte sie jedoch kopfüber in die Tiefe. "Das ist kein Ort, an dem man Blumen niederlegt", sagt Hoheisel über seine Arbeit. Es soll eher ein Ort sein, der den Verlust thematisiert.

Seit 25 Jahren säubert Hoheisel den Brunnen von Unrat. Auch während der Ausstellungszeit wird Hoheisel den Aschrottbrunnen am 11. Juni, 11. Juli, 11. August und 11. September 2012 jeweils um 14 Uhr reinigen.

Redaktion: aba, Bild: © picture-alliance/dpa, Letzte Aktualisierung: 19.06.2012, 18:27

Hintergrundinformationen

Horst Hoheisel

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Carolyn Christov-Bakargiev und Horst Hoheisel mit alten Fotos des von den Nazis zerstörten Aschrottbrunnens.

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Erinnerung an Nazi-Herrschaft

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