Die Künstlerhütte von Lori Waxman. Die Künstlerhütte von Lori Waxman.

Karlsaue

documenta-Werk

von Lori Waxman


Während der documenta bietet Waxman an drei Tagen in der Woche in einem Fertighaus in der Karlsaue ihre Dienste als Kunstkritikerin an. "60 wrd/min art critic" heißt das Projekt, mit dem sie versucht, die normalen Verfahren der Kunstkritik auszuhebeln. Da die Aktion im Rahmen einer Kunstausstellung stattfindet – und nicht wie die Kunstkritik sonst außerhalb davon –, ist sie selbst wiederum auch Kunst.

Alle interessierten Künstler sind eingeladen, mit einem ihrer Werke vorbeizuschauen und sie von Waxman begutachten zu lassen. Die Kanadierin hat dann 25 Minuten Zeit, um das Kunstwerk zu betrachten, ehe sie dann eine Rezension von 100 bis 200 Wörtern schreiben wird. Waxman verspricht eine wohlüberlegte, aber nicht unbedingt positive Beurteilung.

Über einen zweiten Bildschirm können die Besucher Waxman live beim Schreiben verfolgen. Damit will die Kritikerin den normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgenen Prozess des Nachdenkens, Nachforschens, Schreibens und Überarbeitens offenlegen.

Die sich im Laufe der Ausstellung bildende Sammlung bleibt im Büro verfügbar; außerdem werden die Rezensionen in einer lokalen Zeitung oder Zeitschrift gedruckt oder online veröffentlicht.

Redaktion: kahu, Bild: © hr, Letzte Aktualisierung: 15.06.2012, 14:10

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Lori Waxman

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