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Kunst in 60 Sekunden: Pierre Huyghe

Absichtslos und bedeutungsvoll zugleich, wirkt Pierre Huyghes unbetiteltes Werk auf hr-Kulturredakteur Rudolf Schmitz.

Aufgerissenes Erdreich, Stapel von Betonplatten, eine liegende Frauenstatue mit einem Kopf aus lebenden Bienen, zwei Hunde mit pinkfarben gespritztem Hinterlauf, eine entwurzelte Eiche: Der französische Künstler Pierre Huyghe hat die Kompostierungsanlage der Kasseler Karlsaue gewählt, um dort ein rätselhaftes Arrangement zu treffen. Das wirkt absichtslos und bedeutungsvoll zugleich.

Damit kann man nichts anfangen. Damit kann man sehr viel anfangen. Die Hunde liegen in der Sonne und schlafen wie tot, dann trotten sie gleichmütig und schattenhaft davon. Nur die Bienen am Kopf der Statue zeigen die übliche Emsigkeit. Angeblich bestäuben sie aphrodisierende und bewusstseinsverändernde Pflanzen. Ab und zu streift ein Gärtner übers Gelände. Auch er vom Künstler engagiert. Der Betrachter selbst stellt sich die Frage: Gehöre auch ich jetzt zur Szenerie? Wenn Film, dann ist das Drehbuch absurd. Und schön wie die vertrödelten Tage der Kindheit.

Quelle: hr


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