Voss Voss' Installation in der Orangerie

Jeronimo Voss (Orangerie): "Die Ewigkeit durch die Sterne"

Kunst in 60 Sekunden

In der Orangerie hat hr-Kulturredakteur Rudolf Schmitz ein großes planetarisches Erlebnis gefunden.


Die Magie des Planetariums hat nicht nur mit dem wohligen Versinken in Dunkelheit und bequemen Sesseln zu tun, sondern auch mit der Gewissheit, dass hier Geschichten erzählt werden, die lange vor unserer Zeit liegen. Die Installation des Frankfurter Künstlers Jeronimo Voss im Planetarium der Orangerie sorgt da für Überraschung: Sie verbindet die französischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts mit den Revolutionen der Himmelskörper.

Der Aufstand der Pariser Commune von 1871 schwebt genauso herein wie die Bilder von Kometen und Planeten. Das ist großes metaphorisches Theater, Texte des Sozialisten Louis-Auguste Blanqui liefern den spekulativen Klebstoff. In meinen Augen ähnlich verwegen und genauso inspirierend wie Alexander Kluges Denkkunststücke.

Im Dunkeln liegend gebe ich mich der suggestiven Erzählerstimme hin, die zwischen den Barrikaden von Paris und den kosmischen Naturgesetzen irgendeinen Zusammenhang findet, um ihn dann gleich wieder in der Dunkelheit des Universums zu verlieren. Geschichtsunterricht im Ewigkeitsmaßstab, vorgeführt mit nostalgischen Glasbildern des 19.Jahrhunderts – ein großes planetarisches Erlebnis.

Redaktion: sofo / aba, Bild: © Anders Sune Berg, Letzte Aktualisierung: 29.07.2012, 12:29

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Jeronimo Voss

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