Song Dong mit seiner Mutter im Haus der Kulturen vor der Arbeit "Waste not". Song Dong mit seiner Mutter im Haus der Kulturen vor der Arbeit "Waste not".

Karlsaue

Song Dong

China, geboren 1966 in Peking

Vergänglichkeit und Unbeständigkeit sind grundlegende Begriffe in Song Dongs Werk, das Aspekte von Performance, Installation, Skulptur, Fotografie, Videokunst und Malerei miteinander verbindet. Seit 1995 schreibt er mit einem Kalligrafiepinsel – einem Utensil, dessen Gebrauch er von seinem Vater gelernt hat – Tagebucheinträge mit Wasser auf einen besonderen Steinblock. Nichts bleibt übrig von diesem täglichen Ritual außer Fotografien, die das Projekt "Writing Diary with Water" (1995-fortlaufend) dokumentieren.

Im Berliner Haus der Kulturen zeigte er 2008 gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Mutter Zhao Xiangyuan die Installation "Waste Not" aus dem Jahr 2005. Sie besteht aus banalen Alltagsgegenständen, die im elterlichen Haus in beinahe sechs Jahrzehnten angesammelt wurden: Kleidung, Küchengeräten Hygieneartikeln und Möbel.

Nach dem Tod ihres Mannes hatte Zhao Xiangyuan nichts mehr wegwerfen können und versucht, die Leerstelle in ihrem Haus zu füllen, indem sie ihre Habseligkeiten wieder und wieder mit peinlicher Genauigkeit umsortierte, bis Song Dong sie davon überzeugte, die Sammlung in ein Kunstwerk zu verwandeln und so für alle Zeiten zu erhalten. Obwohl die Installation aus unzähligen Einzelteilen besteht, handelt die Arbeit also von Verlust. Song Dong zeigt "Waste Not" derzeit auf der Biennale für moderne Kunst in Kiew. 2011 nahm er an der Biennale di Venezia teil

Redaktion: aba, Bild: © picture-alliance/dpa, Letzte Aktualisierung: 02.07.2012, 16:37

Hintergrundinformationen

Song Dong mit seiner Mutter im Haus der Kulturen vor der Arbeit "Waste not".

Song Dong

Sam Durant

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Geoffrey Farmer vor seiner documenta-Arbeit in Kassel

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Song Dongs Hügellandschaft in der Karlsaue.

documenta-Werk

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Installation

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Interview

Virtueller Rundgang

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