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19.04.2011

Die Kommunen, die Länder, der Staat

Macher der Energiewende

Nördlich der Borkumer Küste entsteht neben dem Windpark "Alpha Ventus" (Foto) die erste rein kommunale Offshore-Windanlage Europas. (Bild:  picture-alliance/dpa)
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Nördlich der Borkumer Küste entsteht neben dem Windpark "Alpha Ventus" (Foto) die erste rein kommunale Offshore-Windanlage Europas.
Der Atomkonzern EnBW lädt zur Hauptversammlung – mit einem Windrad auf der Einladung. Kein Wunder: Einer der Großaktionäre ist das Land Baden-Württemberg, und da haben sich bekanntlich die politischen Verhältnisse grundlegend geändert. Machen die Großen das Rennen bei der Energiewende, oder sieht die Energiewirtschaft der Zukunft regional aus?
 
Audio: Die Stadtwerke und die Energiewende 2:56 Min
(© hr-iNFO, 19.04.2011)
Dezentralität - also die Stromerzeugung an vielen Orten und nicht länger allein über wenige Großkraftwerke - lautet das Zauberwort. Das hören die Versorger nicht gerne, denn es kostet Geld. Der regionalen Wirtschaft aber kann es helfen. Und so haben die kommunalen Stadtwerke schon damit begonnen, Stromnetze zurückzukaufen und in dezentrale Stromproduktion zu investieren.
 
Audio: Energiewende: Chance für den Staat? 4:27 Min
(© hr-iNFO, 19.04.2011)
Manche Stadtwerke drehen auch das ganz große Rad – sie schließen sich zusammen und investieren in Offshore-Windparks. Es könnte also sein, dass die großen Stromkonzerne, die als Oligopole bislang fast jede Entwicklung blockieren konnten, deutlich an Macht verlieren. Und dass die Energieversorgung der Zukunft wieder mehr in kommunale Hand und damit unter die direkte Kontrolle des Wahlvolks kommt.
 
Audio: Erneuerbare Zukunft in Bürgerhand? 4:24 Min
(© hr-iNFO, 19.04.2011)
Die Bürger dürfen sich schon einmal bereit machen zur Diskussion: Wo und wie investieren "meine" Stadtwerke? Wer diese Frage klärt, weiß auch, welche Stromtrassen nötig sind und was der Strom der Zukunft kosten wird. Doch wie sehen die Strategien der Stadtwerke aus und was passiert, wenn die Energie wieder in kommunale Hände kommt? Das haben wir den Diplom-Ingenieur Martin Rühl gefragt. Er ist Geschäftsführer der Stadtwerke Wolfhagen.
 
Audio: Was steckt hinter den Ökostromtarifen? 3:20 Min
(© hr-iNFO, 19.04.2011)
Wer sich im Zuge der Strom-Diskussion nach neuen Anbietern umsieht und zu Ökostrom wechseln möchte, der muss gut aufpassen. So gibt es beispielsweise das europäische RECS-Zertifikat, das Ökostrom zwar zertifiziert, aber auch an Atomstromanbieter weiter verkauft werden kann. Anbieter mit einem Gütesiegel, wie das "OK Power Label" oder das "Grüner Strom Label", tragen dagegen tatsächlich zum Ausbau erneuerbaer Energien bei. Welche Anbieter das sind, hat unser Reporter Tobias Klein herausgefunden.
 
In einem zweijährigen Forschunsprojekt hat die FH Frankfurt die Internetplattform "Erneuerbare Komm!" entwickelt. Diese Plattform zeigt hessischen Kommunen auf, wie sie erneurbare Energien erzeugen und besser nutzen können. Dabei verfügt jede Kommune über unterschiedlich viel Potenzial, das mit Geodaten errechnet wurde. So lässt sich ein individueller Energiemix zusammenstellen. Wie die Internetplattform genau funktioniert, erklärt Cordula Niederelz.
 
Redaktion: mida / sasa
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 19.04.2011, 11:31 Uhr
 
 
 

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