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26.07.2011

hr-iNFO Umwelt & Entwicklung

Energiewende & Atomausstieg: Was bringt die Zukunft?

Hochspannungsleitung und Windrad (Bild:  picture-alliance/dpa)
hr-iNFO widmet sich in unregelmäßigen Abständen allen Facetten zum Thema Energieproduktion und Energiewende. Die etwa halbstündigen Beiträge mit interessanten Expertengesprächen finden sie hier in loser Reihenfolge.
 

Vom Misthaufen zum Kraftwerk – Biogasproduktion in Deutschland

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Ein Beitrag von Pia Zimmermann, 15.01.2012

Biogas kann genutzt werden, um Strom und Wärme zu erzeugen. Im Gegensatz zu Wind und Wasser hat es den Vorteil, dass es nicht vom Wetter abhängig ist. Biogas kann aus Bioabfall aber auch aus Pflanzen wie Mais und Grünroggen gewonnen werden. Deshalb sagen Kritiker, die Technologie verdränge die Produktion von Nahrungsmitteln auf landwirtschaftlichen Flächen. Eine Bestandsaufnahme von Pia Zimmermann, hr-iNFO Umwelt- und Energieexpertin.
 

Der deutsche Atomausstieg

Audio: Der deutsche Atomausstieg 24:36 Min
(© hr, 03.07.2011)

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Ein Beitrag von Pia Zimmermann, 3.07.2011

Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossene Sache. Der deutsche Bundestag hat mit einer großen Mehrheit eine 30 Jahre andauernde gesellschaftliche Debatte beendet. Eine Debatte, die unterschiedliche Wertvorstellungen transportierte, Generationen gegeneinander aufgebracht und letztlich eine Generation politisch geformt und die Parteienlandschaft nachhaltig verändert hat. Grund genug in dieser Sendung ausführlich auf diesen „Historischen Tag“ in Deutschland einzugehen. Das Atomgesetz, das die Stilllegung von Atomkraftwerken bis spätestens 2022 regelt ist damit auch von der SPD und den Grünen, also der Opposition außer den Linken angenommen worden. Einige der Grünen hatten sich enthalten, weil ihnen der Ausstieg aus der Atomkraft dann doch nicht schnell genug ging. Aber ein historischer Tag war es dennoch für alle im deutschen Parlament.

Nach jahrelangen heftigen Debatten und einer Laufzeitverlängerung für die deutschen Atomkraftwerke durch die Koalition aus Union und FDP, öffnete die nukleare Katastrophe im japanischen Fukushima auch den Systemkonservativen Politikern die Augen um endlich zu sehen, was die deutsche Bevölkerung mehrheitlich will: Raus aus der Atomkraft und rein in eine moderne nachhaltige Energieversorgung. Auch wenn die Debatte im deutschen Bundestag parteipolitisch orientiert und bisweilen sehr polemisch war, war man sich doch bewusst, wer die Energiewende wirklich trägt. Die Mehrheit der Bundesbürger in Deutschland wollen keine Atomenergie.

Dieser zweite Atomausstieg, der von einem deutschen Parlament verabschiedet wurde, steht also auf festeren Grundmauern als der der erste 2001, damals von der Rot-Grünen Koalition ausgehandelt und im 1. Atomausstiegsgesetz festgeschrieben. Nach diesem Gesetz wären die letzten Kernkraftwerke in Deutschland im Jahr 2022 vom Netz gegangen. Vor einem halben Jahr hoben aber Union und FDP diesen Vertrag aus den Angeln und beschlossen länger Laufzeiten. Und nun sind wir – nur sechs Monate später - wieder da wo wir bei Rot-Grün gewesen sind.
 

Der Weg in die Zukunft - Wo stehen wir in der Energiewende?

Ein Beitrag von Pia Zimmermann, 28.05.2011

Die Energiewende ist beschlossene Sache. Die Frage ist nur wie schnell wir die erneuerbare Energien ausbauen können und wie die Brücke zur Zukunft aussehen soll. Dass der Ausstieg aus der Atomenergie sogar von Nöten für die Energiewende ist, sagt Professor Jürgen Schmid, Leiter des Fraunhofer Institut in Kassel.
 

Erneuerbare Energien sind bereit - Energiewende ohne Atomkraft

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Ein Beitrag von Pia Zimmermann, 10.04.2011

Alle reden über die Energiewende. Das Schöne daran ist, dass sie keine Vision ist, sondern dass wir mittendrin stecken. Die Frage ist nur, wie schnell wir die große Transformation zu Stande bringen, welche Vorschläge auf dem Tisch liegen und auf welche Grundmauern wir aufbauen.
 
Redaktion: mad
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 16.01.2012, 10:54 Uhr
 
 
 

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Energiewende bedeutet auch, den Verbrauch von Kohle, Öl und Gas drastisch zu reduzieren. Denn um unseren Energiehunger zu stillen, setzen allein wir Hessen jedes Jahr gigantische Mengen CO2 bei der Verbrennung fossiler Energieträger frei. Das Volumen unseres jährlichen Erdgasverbrauchs entspricht etwa 29 Füllungen des Edersees, unser Heizölverbrauch etwa dem Gewicht von 3370 Airbus A380:
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