"Der Netzausbau hängt davon ab, wo zukünftig die neuen Erzeugungskapazitäten aufgebaut werden. Ich kann Windkraftanlagen natürlich in Nord- und Ostsee bauen, ich kann sie aber auch in Baden Württemberg und Bayern aufbauen," so Teske. Gleiches gelte für Gaskraftwerke, die man dort aufbauen könne, wo auch der Verbrauch am höchsten ist. "Da bisher noch keine genauen Pläne vorliegen, wie letztendlich die Erzeugungsstruktur ausgebaut werden soll, ist es etwas verfrüht, jetzt schon von mehreren tausend Kilometern Leitungszubau zu sprechen."
Woher kommt unser Strom heute - und morgen?
Die unterschiedlichen Ergebnisse hängen mit dem Ausgangspunkt der Berechnungen ab. Entscheidend ist, ob man einen Großteil des Stroms in riesigen Windparks auf hoher See erzeugen und über Höchstspannungsleitungen nach Süden transportieren möchte oder ob übers Land verteilte kleine Kraftwerke eine wichtigere Rolle spielen soll. Letzteres würde den Bedarf an Verteilnetzen reduzieren - könnte aber andererseits noch mehr Widerstand vor Ort gegen große Windräder oder Biogasanlagen bedeuten.