Noch im November 2010 gab sich Hessens Umweltministerin Puttrich (CDU) bei einem Besuch im Atomkraftwerk überzeugt, dass die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen auch im Hinblick auf Terrorangriffe ausreichten: "Das Sicherheitssystem ist so ausgereift, dass zum jetzigen Zeitpunkt keine Änderung notwendig ist". Zudem verwies Gerd Jäger, Vorstand beim Betreiber RWE Power bei einem Pressetermin vor Ort auf drei Vernebelungsanlagen, die um die beiden Reaktorblöcke installiert wurden. Sie sollen im Ernstfall die Reaktorkuppeln einnebeln und so einen gezielten Flugzeugabsturz verhindern.
Im Sicherheitskonzept für Biblis seien auch Angriffe mit tragbaren Raketen berücksichtigt, bekräftigte Puttrich während einer Landtagsdebatte im November 2010: "Ein terroristischer Anschlag mittels solcher Waffen, wie der Panzerabwehrwaffe des genannten Typs, führt nicht zu einer Verletzung der einschlägigen Schutzziele." Auf Details könne sie in der öffentlichen Sitzung aus Sicherheitsgründen jedoch nicht eingehen. Auf die Frage, ob ihr das im Auftrag von Greenpeace erstellte Gutachten bekannt sei,
antwortete Puttrich: Ich kann mich auf das Gutachten, das Sie gerade genannt haben, nicht beziehen.