Glocken - Klänge der Heimat
Pfarrkirche St. Nikolaus in Steinheim (Bild: Christoph Neuert)
Pfarrkirche St. Nikolaus in Steinheim

Hanau-Steinheim

Pfarrkirche St. Nikolaus

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Die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1261 wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Heute schlagen in Ihrem Glockenstuhl vier Glocken.
 

Die Kirche

Wahrscheinlich wurde die St. Nikolaus-Kirche im 9. Jahrhundert als Filialkirche des Benediktinerklosters Seligenstadt gegründet. 1261 wurde sie zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Als Kirche für das Dorf Nieder-Steinheim war sie auch Mutterkirche für die Stadt Steinheim. 1449 wurde der Titel der Mutterkirche auf die Kirche in der befestigten Stadt verlegt, St. Nikolaus wurde zu deren Filialkirche, behielt aber weiterhin die Matrizität, das Recht als Mutterkirche. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg erfolgte der rasche Wiederaufbau.

Wegen ihres begrenzten Raumes bei stark steigender Katholikenzahl wurde die alte Kirche bis auf Turm (15. Jh.) und Chor abgerissen. Der Neubau – wegen der Grundstücksverhältnisse genordet – fand in den Jahren 1892/93 statt, die Kirchweih war am 23. Juli 1983. Die im neugotischen Stil errichtete Nikolauskirche wurde in ihrem Inneren als Wallfahrtskirche ausgestattet, da sie damals das Steinheimer Wallfahrtskreuz (s.u.) barg. Neben Restaurierungsarbeiten wurde sie in der Folgezeit den technischen und sozialen Verhältnissen angepasst: von Petroleum- über Gasbeleuchtung (1902) bis zum elektrischen Licht (1924), Windfang und Koks-Warmluftheizung (1916), Kirchturmerhöhung von 21m auf 39m, Anschluss an die städtische Wasserversorgung (1937), Ölheizung (1966).

Der Mainzer Bischof Georg Heinrich Kirstein verlieh im Jahr 1900 der Gemeinde St. Nikolaus per Dekret vom 29. November die Selbständigkeit, sie wurde wieder eine Pfarrgemeinde, die Nikolauskirche war nun Pfarr- und Wallfahrtskirche.

Die Empfehlungen des II. Vatikanischen Konzils wirkten sich auch auf die Innenausstattung der Kirche aus: Der erste Volksaltar wurde 1967 errichtet, 1988 erfolgte die Neugestaltung des Innenraumes. Er symbolisiert seitdem das Geheimnis des Glaubens ("Deinen Tod, o Herr, verkünden wir und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit."). Die Renovierungsarbeiten waren 1990 abgeschlossen. 1984 wurde das Wallfahrtskreuz in die Kreuzkapelle zurückgebracht (s.u.), die Kirche ist seitdem die "Pfarrkirche St. Nikolaus". Seit 2009 besitzt die Pfarrei eine Ikone mit dem Leben des Pfarrpatrons St. Nikolaus.
 
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Redaktion: than
Bild: © Christoph Neuert
Letzte Aktualisierung: 7.06.2010, 14:32 Uhr

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