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Glocken - Klänge der Heimat

Wirberg

Die Pfarrkirche Wirberg

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Die Pfarrkirche Wirberg (Bild: Richard Becker)
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Ein reizvolles Bild bietet sich dem Reisenden, der von Gießen kommend die B49 in Richtung Grünberg befährt und kurz vor der Abfahrt nach Göbelnrod den Blick nach links über die Landschaft schweifen lässt: Die evangelische Pfarrkirche Wirberg.
 

Das Kirchenspiel Wirberg

Glocken III und IV vor dem Altar (Bild: Richard Becker)
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Glocken III und IV vor dem Altar
Audio: Geläute - Pfarrkirche Wirberg 10:34 Min
(© hr4, 03.01.2013)
Auf der gegenüberliegenden Seite einer leichten, von der Vogelsbergbahn durchquerten Talsenke thront auf einem bewaldeten Bergrücken in ca. 1,5 Kilometern Entfernung majestätisch die alte Pfarrkirche Wirberg.

Das evangelische Gotteshaus wurde im Jahr l754 an der Stelle einer 1716 teilweise eingestürzten Klosterkirche, die Teil eines 1149 erstmals urkundlich erwähnten Prämonstratenser-Klosters war, errichtet.

Schon in vorreformatorischer Zeit war die Klosterkirche Mittelpunkt eines Kirchspiels, zu dem die Dörfer Beltershain, Bollnbach, Göbelnrod, Lumda und Reinhardshain gehörten. Die Pfarrei Veitsberg mit den Orten Saasen, Harbach und Lindenstruth war daran angeschlossen. Auch nach der Aufhebung des Klosters im Jahr 1527 änderte sich daran nichts. Der Wirberg behielt seine Funktion als Mittelpunktkirche.

Heute sind nach einer wechselvollen Geschichte die Gemeinden Wirberg (der Wirberg mit seinen Bewohnern, Göbelnrod und Reinhardshain) und Beltershain als eigenständige Gemeinde zum Kirchspiel Wirberg zusammengefasst.
 

Sehenswert: Altar und Orgel

Blick auf den Altar und das Taufbecken (Bild: Richard Becker)
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Blick auf den Altar und das Taufbecken
Beim Betreten der Kirche fällt der Blick des Besuchers auf den Altar, dessen alte Sandsteinplatte an allen vier Ecken das Weihekreuz trägt. Hinter dem Altar steht im dreiseitigen östlichen Abschluss
des Saalbaus die Orgel. Sie wurde 1863 von Rudolf Bernhard aus Romrod gebaut und ersetzte ein
kleineres Instrument aus der Gießener Burgkirche, das die Universität der Gemeinde
auf deren Bittgesuch hin 1778 überlassen hatte. Die Prospektpfeifen mussten l9l7 zu Kriegszwecken abgeliefert werden. Damit die Orgel weiterhin gespielt werden konnte, wurden als Ersatz
Pfeifen aus Zink eingebaut. Im Rahmen der Renovierung der Kirche 1992/1993 wurde auch die
Orgel saniert. Hierbei wurden die alten Prospektpfeifen durch neue, wieder aus Zinn gefertigte Pfeifen, ausgetauscht.

Links im Altarraum steht das alte, aus Naturstein gehauene Taufbecken. Es stammt vermutlich aus der Klosterkirche und stand lange Zeit im Garten des Pfarrhauses und später vor dem Eingang der Kirche. 1985 wurde es auf Veranlassung des damaligen Dekans Ernst Rink einer gründlichen
Restaurierung unterzogen und bekam danach seinen angemessenen Platz im Chorraum.
 
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Redaktion: su
Bilder: © Richard Becker (3)
Letzte Aktualisierung: 3.01.2013, 6:15 Uhr
 

 
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