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Glocken - Klänge der Heimat

Biebergemünd/Wirtheim

Pfarrkirche St. Peter und Paul

 (Bild: Gemeinde)
1365 wurde in Wirtheim eine gotische Kirche errichtet. Die Süd- und Westseite dieser Kirche sowie der Turm sind heute noch erhalten. 1795 erfolgte eine grundlegende Erneuerung des baufällig gewordenen Kirchturms.
 

Erste Erwähnung 976 n.Chr.

Kreuzigungsszene im Innenraum der Kirche (Bild: Gemeinde)
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Kreuzigungsszene im Innenraum der Kirche
In einer Schenkungsurkunde Kaiser Otto II. an das Stift 'St.Peter und Alexander' in Aschaffenburg wird der Ort Wirtheim 976 erstmals erwähnt. Zu der Zeit dürfte sich an der Stelle der heutigen Kirche eine Holzkirche befunden haben. Papst Lucius III. bestätigt 1184 die Existenz der Pfarrei Wirtheim. Wahrscheinlich befand sich da schon eine romanische Steinkirche an der Stelle. Als Kaiser Karl IV. 1365 dem Erzbischof von Mainz gestattete, den Ort mit Befestigungsanlagen zu umgeben und so zur Stadt zu erheben, ist auch der Bau der gotischen Kirche vorgenommen worden.
 

Letzte Umgestaltung 1970/71

Blick ins Innere der Kirche früher und heute (Bild: Gemeinde)
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Blick ins Innere der Kirche früher und heute
Die Süd- und Westseite dieser Kirche sowie der Turm sind heute noch erhalten. 1795 erfolgte eine grundlegende Erneuerung des baufällig gewordenen Kirchturms. In den Jahren 1861 – 1862 wurde die Kirche erstmals erweitert (Erhöhung der Umfassungsmauern um 4 Fuß (ca. 1,2 Meter), dadurch konnte eine große Empore eingebaut werden, die über zwei Außentreppen zu erreichen war, der Turm wurde auf 27 Meter erhöht). 1910 wurde gegenüber dem Glockenturm an der Nordseite eine Sakristei errichtet und 1936 wurde in nördliche Richtung ein Seitenschiff angebaut und die Apsis in östliche Richtung um 8 m verschoben. 1970/71 erfolgte eine Umgestaltung nach den Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils.
 

Die Glocken

Vor dem Aufziehen 1950 (Bild: Gemeinde)
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Vor dem Aufziehen 1950
Schon im ersten Weltkrieg musste Wirtheim die Marienglocke und die Bonifatiusglocke an die Katholische Kirche Bad Orb abgeben, erhielt sie aber später wieder zurück.

Im 2. Weltkrieg aber verlor Wirtheim die Glocken ganz. Erst im Heiligen Jahr 1950 erhielt die Gemeinde wieder ein vierstimmiges neues Geläut:
  • Die Glocke 'St. Bonifatius', 367 kg, Schlagton h’, Inschrift: FÜR DEUTSCHLAND GNAD BEI GOTT ERFLEH, DASS STETS ES FEST IM GLAUBEN STEH, O HL. BONIFATIUS.
  • Die Glocke 'St. Joseph', 624 kg, Schlagton gis’ Inschrift: ST. JOSEPH, SCHIRMHERR DER HEILIGEN KIRCHE SCHÜTZE UNS UND UNSERE FAMILIEN
  • Die Glocke 'Maria' (auch Angelusglocke genannt), 856 kg, Schlagton fis’ Inschrift: MARIA MIT DEM KINDE LIEB, UNS ALLEN DEINEN SEGEN GIB
  • Die Glocke 'St.Peter und Paul', 1.165 kg, Schlagton e’mit der Inschrift ALS PETER UND PAUL WILL ICH HIENIEDEN ZUM HIMMEL RUFEN UM EWIGEN FRIEDEN, WIRTHEIM IM HL.JAHR , OSTERN 1950

Auf der Rückseite jeder Glocke findet sich die Inschrift: WIRTHEIM – I. HL. JAHR = OSTERN 1950
 
Redaktion: su
Bilder: © Gemeinde (4)
Letzte Aktualisierung: 12.03.2011, 6:28 Uhr

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