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Glocken - Klänge der Heimat

Das Handwerk des Glockengießens

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Glockengießer (Bild:  picture-alliance/dpa)
Es gilt seit jeher als große Kunst. Die Technik hat sich dabei seit Schillers Zeiten kaum verändert. Die frühesten erhaltenen Schriften die diese Technik, das sogenannte Lehmformverfahren, beschreiben, stammen von Christoph Sesselschreiber aus dem Jahr 1524. Die ältesten Glocken die in diesem Verfahren hergestellt wurden, sind jedoch weit älter. Die im Jahre 1038 gegossene Lullusglocke in der Stiftsruine Bad Hersfeld ist die älteste datierte Glocke Deutschlands.
 

Drei Schichten pro Glocke

Die Glocken werden durch das Gießen in eine Form hergestellt. Das dabei verwendete Gussmaterial heißt "Glockenspeise" und ist meist eine Zinnbronze aus 76 bis 80% Kupfer und 20 bis 24% Zinn.
Das Prinzip des Lehmformverfahrens kann man sich bildlich als das Ineinanderschieben dreier unterschiedlich großer Blumentöpfe vorstellen. Dabei werden drei Lehmformen angefertigt: Ein Glockenkern, eine Mittelschicht, die s.g. falsche Glocke und ein Glockenmantel.
 
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Redaktion: je / magr
Bild: © picture-alliance/dpa
Letzte Aktualisierung: 8.02.2016, 12:09 Uhr
 

 
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