Hessisches Landesmuseum
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Der legendäre  "Stuhl mit Fett", noch umgeben von der umstrittenen Jute-Wandbespannung (Bild:  picture-alliance/dpa)
Der legendäre "Stuhl mit Fett", noch umgeben von der umstrittenen Jute-Wandbespannung

Block Beuys

Er ist eine Weltsensation: der "Block Beuys" im Hessischen Landesmuseum Darmstadt, der weltweit größte Werkkomplex von Joseph Beuys, verteilt über sieben Räume. Die hatte der Künstler 1970 selbst als "Gesamtkunstwerk" eingerichtet hat – mit über 250 Objekten, darunter der berühmte "Stuhl mit Fett".
 
In diesen sieben Räumen hat Beuys so etwas wie ein frühes Ideenlabor eingerichtet, gefüllt mit sämtlichen Materialien und Versuchsanordnungen, die sein späteres Werk bestimmten - eine rätselhafte Mischung aus eigener Biografie, deutscher Geschichte und oft vergänglichen Materialien. Im Laufe der Jahre hat er seine Installation immer wieder ergänzt.
 

Block Beuys vor und nach der Sanierung 

 
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Reinweiß statt Jute

Schlagzeilen machte der Block Beuys erneut 2006 durch die Ankündigung des Museums, die Räume zu sanieren: Die verschlissene und völlig marode Jute-Wandbespannung sollte abgenommen und die Wände weiß gestrichen werden. Kunstexperten weltweit liefen Sturm. Für sie gehörte die Jute zum Kunstwerk. Das Museum blieb bei seiner Haltung. Als Beuys 1970 die Räume nach und nach zu einem "Gesamtkunstwerk" ausbaute, seien die Wände bereits mit Jute bespannt gewesen, argumentierte die damalige Museumsdirektorin Ina Busch: "Er hat dieses Material nicht gewählt, sondern vorgefunden."
 

Streit gehört zum Werk

Heute umgeben reinweiß gestrichene Wände die Beuys'sche Kunstwerke. Der Konflikt ist ein paar Jahre her und die Jute schon längst im Müll verrottet. Beuys hätte diese Auseinandersetzung sicherlich gefallen. Denn zu seinem Werk gehört der Streit. Das hat der 1986 verstorbene Künstler immer wieder selbst vorgeführt.
 

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Redaktion: nrc
Letzte Aktualisierung: 2.09.2014, 13:38 Uhr
 
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