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Aktion 2009 - Unfälle vermeiden

"Lust auf...Leben? oder Rasen?"

Das Plakatmotiv soll Autofahrer zum Nachdenken über die möglichen Folgen von Raserei anregen. (Bild:  hr)
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Das Plakatmotiv soll Autofahrer zum Nachdenken über die möglichen Folgen von Raserei anregen.
Die Zahl der Verkehrstoten ist zwar deutlich zurückgegangen, doch noch immer ereignen sich Tag für Tag schwere Unfälle. Die neueste Aktion von "Sicher unterwegs in Hessen" befasst sich deshalb mit dem Thema "Geschwindigkeit" - Autofahrer sollen ihr eigenes Verhalten hinterfragen.
 

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Die im September vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Unfallzahlen bestätigen einen eigentlich positiven Trend: Bundesweit sind von Januar bis August zirka elf Prozent weniger Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Statistik sagt aber auch, dass trotz dieser positiven Entwicklung im Schnitt immer noch zwölf Menschen pro Tag bei Verkehrsunfällen in Deutschland ums Leben kommen.

In Hessen verunglückten von Januar bis August etwa 20.000 Menschen im Straßenverkehr. 209 Menschen wurden in dieser Zeit auf den Straßen zwischen Kassel und dem Odenwald tödlich verletzt. Bei rund 40 Prozent der tödlichen Unfälle ist überhöhte Geschwindigkeit die Ursache! Und: Ungefähr jeder fünfte bei Unfällen Verletzte oder Getötete ist unter 25 Jahre alt. Grund genug für das Aktionsbündnis "Sicher unterwegs in Hessen", sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
 

Genügen härtere Strafen?

Überhöhte Geschwindigkeit ist oftmals die Ursache für schwere Unfälle. (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
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Überhöhte Geschwindigkeit ist oftmals die Ursache für schwere Unfälle.
Seit September 2009 gilt eine neue Straßenverkehrsordnung. Gleichzeitig wurden die Bußgelder teilweise drastisch erhöht. So werden für zu schnelles Fahren jetzt bis zu 680 Euro, drei Monate Fahrverbot und vier Punkte in Flensburg fällig.

Auch wenn vielleicht dadurch mancher Autofahrer vom Rasen abgehalten wird: Es ist fraglich, ob Menschen allein durch Gesetze zu einem Umdenken bewogen werden können. Viele "Raser" sind sich gar nicht bewusst, dass sie sich, aber auch andere Menschen gefährden. Manchen gibt (zu) schnelles Fahren sogar ein Gefühl von Überlegenheit. Eine wichtige Rolle spielt sicher auch die Tatsache, dass Autos insgesamt schneller und sicherer geworden sind. Deshalb wird vielen die Gefahr oft erst wirklich bewusst, wenn etwas Schlimmes passiert.
 
 (Bild:  hr)
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Unfallarzt Dr. Birger Freier, Klaus Ruppelt (Präsident der Landesverkehrswacht Hessen), Wolfgang Krüger (Pressesprecher TÜV Hessen) und Jörg Bombach, (hr3-Wellenchef) stellen die neue Aktion vor. (von li. nach re.)
Die Aktion "Lust auf… Leben? oder Rasen?" soll deshalb dazu anregen, nachzudenken und das eigene Verhalten zu hinterfragen. Flyer und Plakate machen darauf aufmerksam, dass Raser nicht nur selber ein hohes Risiko eingehen, sondern auch die Gesundheit und das Leben anderer gefährden.

Zielgruppe sind junge Fahrer

Junge Fahrerinnen und Fahrer sind überdurchschnittlich häufig in schwere Unfälle verwickelt, bei denen überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spielt. Die Aktion "Lust auf… Leben? oder Rasen?" richtet sich deshalb besonders an Autofahrer im Alter von unter 25 Jahren.

Am 27. November wurde in der Kerschensteinerschule in Wiesbaden die neue Kampagne der Verkehrssicherheits-Initiative "Sicher unterwegs in Hessen" vorgestellt. Dabei hatten die anwesenden Berufsschülerinnen und -schüler Gelegenheit, mit Wolfgang Krüger vom TÜV Hessen, Klaus Ruppelt von der Landesverkehrswacht und dem Unfallarzt Dr. Birger Freier aus Offenbach über die Info-Kampagne und über die schlimmen Folgen von Raserei zu diskutieren.

Beeindruckt zeigten sich die jungen Leute von den drastischen Schilderungen des Unfallmediziners, der auch Bilder von Rettungseinsätzen auf der Straße und aus der Notfall-Intensivstation zeigte. Er forderte dazu auf, über das "Warum?" eigenen Verhaltens hinterm Steuer nachzudenken. Nur so könne ein Prozess des Umdenkens in Gang kommen.
 

hr3 unterstützt Kampagne mit Spots

Als langjähriger Medienpartner unterstützt auch hr3 die Kampagne von "Sicher unterwegs in Hessen". Jörg Bombach, hr3-Wellenchef, unterstrich während der Pressekonferenz in Wiesbaden die Bedeutung des Themas und kündigte an, dass die Aktion mit einer Trailerserie unterstützt wird: Im Dezember werden an zehn Tagen eigens produzierte Spots in hr3 ausgestrahlt, die auf das Problem aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen sollen.

"Lust auf… Leben? oder Rasen?" ist die 37. Kampagne der Initiative "Sicher unterwegs in Hessen", die seit 1993 besteht. Aktionspartner sind das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der ADAC Hessen-Thüringen, der Hessische Rundfunk, der TÜV Hessen und die Landesverkehrswacht Hessen.
 
 
Redaktion: suma
Bilder: © hr (2), © picture-alliance/dpa - Archiv (1)
Letzte Aktualisierung: 24.10.2012, 9:16 Uhr
 
 

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