hr-online Informationen aus Hessen
ARD.de Hilfe Feedback Die RSS-Angebote des hr Folgen Sie uns auf twitter hr-online bei Facebook
Landtagswahl in Hessen
Die CDU bleibt stärkste Partei, doch Rot-Grün hätte im Landtag eine Mehrheit. (Bild:  hr-online)
Die CDU bleibt stärkste Partei, doch Rot-Grün hätte im Landtag eine Mehrheit.

hr-Hessentrend

Rot-Grün hat die Nase vorn

Wechselstimmung in Hessen: SPD und Grüne haben im neuen hr-Hessentrend in der Sonntagsfrage eine klare Mehrheit. Die CDU bleibt aber stärkste Kraft. FDP, Linke und Piraten müssen bangen.
 

Thema in

Sendungslogo
5.12.2012, 19:30 Uhr
Wenn am Sonntag in Hessen gewählt würde, wäre die schwarz-gelbe Regierung abgewählt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Hessischen Rundfunks. Während die CDU bei der sogenannten Sonntagsfrage mit 36 Prozent fast an ihr Wahlergebnis vom Januar 2009 herankommt (37,2), würde der Koalitionspartner FDP den Sprung in den Landtag verpassen. Die Partei, die 2009 noch 16,2 Prozent erhalten hatte, kommt laut Umfrage nur noch auf 4 Prozent. Im Vergleich zum letzten Hessentrend vom Januar 2012 konnten aber sowohl CDU (+3) als auch FDP (+1) ihren Anteil leicht vergrößern.
 

Hessentrend im Dezember 2012 

 
Klicken Sie auf ein Bild, um in die Galerie zu gelangen (20 Bilder)
 

Fernsehen

22.45 Uhr:
schlossplatz 1

Über die Ergebnisse des hr-Hessentrends diskutieren am Mittwochabend in der Sendung "schlossplatz 1" die Fraktionschefs der Parteien im Landtag.
Freie Bahn zu einer Regierungsbildung hätten dagegen weiter SPD und Grüne. Wenn am Sonntag gewählt würde, kämen die Sozialdemokraten demnach auf 31 Prozent der Stimmen, und die Grünen wären mit 18 Prozent drittstärkste Partei im Landtag. Während die SPD ihren Anteil im Vergleich zur Januar-Umfrage damit halten konnte, mussten die Grünen leichte Einbußen (-3) hinnehmen – für eine satte Mehrheit an Sitzen im Landtag würde es aber dennoch reichen.
 

Für FDP, Linke und Piraten wird es eng

Neben der FDP müssen laut Umfrage, für die Infratest dimap in den vergangenen Tagen rund 1.000 wahlberechtigte Personen in Hessen telefonisch befragt hatte, auch Linkspartei und Piraten um den Einzug ins Wiesbadener Parlament fürchten. Während es für die Linke in der aktuellen Umfrage mit nun 5 Prozent (+1) knapp reichen würde, befinden sich die Piraten in Hessen wie auch auf Bundesebene weiter im Abwärtstrend und würden mit 3 Prozent (-1) an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.



Insgesamt hält die Wechselstimmung im Land weiter an – wenn auch etwas weniger stark ausgeprägt. Mit 48 Prozent (-3) wünscht sich knapp jeder zweite Hesse eine SPD-geführte Landesregierung. 40 Prozent (+5) befürworten eine von der CDU angeführte Regierung. Von den möglichen Koalitionen im Landtag wird Rot-Grün am besten bewertet. 52 Prozent der Befragten hielten diese für "sehr gut" oder "gut". Eine große Koalition halten 48 Prozent für "sehr gut/gut". Die geringste Zustimmung gibt es für das aktuelle Regierungsmodell aus CDU und FDP – nur 27 Prozent der Hessen halten dies für wünschenswert.
 

Zufriedenheit mit Regierung wächst

Audio: hr-Korrespondent: "Rot-Grün eindeutig oben" 5:42 Min
(© hr-iNFO, 05.12.2012)
Trotz der geringen Zustimmung für die Regierungskoalition ist das Rennen um die Mehrheit in Wiesbaden rund ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl den aktuellen Zahlen zufolge noch ein wenig spannender geworden. Im Vergleich zum Januar-Hessentrend konnte vor allem die CDU bei fast allen Umfragewerten an Boden gut machen. So ist etwa die Zufriedenheit mit der Landesregierung deutlich gestiegen. Gab im Januar nur jeder dritte Befragte an, "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit der Arbeit der Landesregierung zu sein, ist dieser Anteil nun auf 44 Prozent gewachsen. Im Ländervergleich schneidet die CDU/FDP-Koalition damit aber immer noch schlecht ab. Nur in Thüringen und in Berlin ist die Zufriedenheit mit der jeweiligen Landesregierung noch niedriger.

Zurückzuführen ist die wachsende Zufriedenheit offenbar vor allem auf Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Knapp jeder zweite Befragte (48 %) ist mit dessen politischer Arbeit "sehr zufrieden" oder "zufrieden" – ein kleines Plus von zwei Prozentpunkten. Erstmals seit mehr als vier Jahren ist damit nicht mehr Grünen-Chef Tarek Al-Wazir der beliebteste Politiker im Land. Er erhielt nur noch 46 Prozent (-5) Zustimmung. 40 Prozent (-2) der Befragten zeigten sich mit der Arbeit von SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel zufrieden, nur jeder Zehnte (+1) mit der Arbeit von Janine Wissler (Linkspartei). Den größten Zuwachs, nämlich 6 Prozentpunkte, verzeichnete der stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn (FDP/33 %).
 

Bouffier vor Schäfer-Gümbel

Auch beim direkten Duell der Spitzenkandidaten der beiden größten Parteien hat Bouffier die Nase vorn. Könnte der Ministerpräsident direkt vom Volk gewählt werden, würden ihm 44 Prozent (+6) der Befragten ihre Stimme geben. Für Schäfer-Gümbel würde gut jeder Dritte votieren (35 %/+5). Bei den Kompetenzwerten schneidet Bouffier ebenfalls deutlich besser ab. 58 Prozent der Befragten halten ihn für die stärkere Führungspersönlichkeit (Schäfer-Gümbel: 15 %). Zudem kann der CDU-Politiker in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsplätze punkten.



Schäfer-Gümbel kommt im Vergleich zum Ministerpräsidenten vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit bei den Wählern an. Hier hält ihn jeder zweite Befragte für kompetenter, während sich nur 16 Prozent für Bouffier entschieden. Auch bei den Faktoren Sympathie und Glaubwürdigkeit setzte sich Schäfer-Gümbel knapp gegen den CDU-Politiker durch.

Insgesamt ist die Stimmung im Land trotz Euro- und Finanzkrise weiterhin positiv. Zwei von drei Befragten (65 %) bewerteten die wirtschaftliche Lage in Hessen als "sehr gut" oder "gut". Das bedeutet im Vergleich zum letzten Hessentrend zwar ein Minus von 5 Prozentpunkten, liegt aber immer noch deutlich über dem Wert vom Januar 2009 (36 %).
 
Redaktion: kahu
Letzte Aktualisierung: 5.12.2012, 23:23 Uhr
 
Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl
Zweitstimmen | Wahlbeteiligung: 73.2%

Lade den Video-Player...

 

Lade den Video-Player...

 

19. August 2013: Beginn Briefwahl
Gemeinden können Briefwahlunterlagen ausstellen.
31. August 2013: Wahlbenachrichtigung
Letzter Tag für die Zustellung der Wahlbenachrichtigungen.
2. September 2013: Wählerverzeichnis
Die Wählerverzeichnisse liegen zur Einsicht aus (bis 6. September).
20. September 2013, 18 Uhr: Ende Briefwahl
Fristende für die Beantragung von Briefwahlunterlagen.
22. September 2013: - WAHLTAG -
Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
4. Oktober 2013: Wahlkreisergebnisse (spätestens)
Die Kreiswahlausschüsse stellen in öffentlicher Sitzung die Wahlkreisergebnisse fest.
11. Oktober 2013: Endgültiges Wahlergebnis
Der Landeswahlausschuss stellt in öffentlicher Sitzung das endgültige Wahlergebnis fest.
 
 

Wer sagt was zu welchem Thema? Die Positionen der 18 Parteien im Vergleich. [zur Wahlkampfarena]
 
 
 (Bild:  picture-alliance/dpa)

Wahlkampf 2013 – Wenn nur der Inhalt zählt

Mietpreise, G8/G9, Windräder, Stromrechnung oder Flughafen - wir haben gecheckt, welche Lösungen die Parteien Ihnen anbieten.
 
hier gehts zur BUNDESTAGSWAHL 2013
 
hr-online enthält Links zu anderen Internetangeboten. Wir übernehmen keine Verantwortung für Inhalte fremder Webseiten.
SZM-Daten dieser Seite