Auch beim direkten Duell der Spitzenkandidaten der beiden größten Parteien hat Bouffier die Nase vorn. Könnte der Ministerpräsident direkt vom Volk gewählt werden, würden ihm 44 Prozent (+6) der Befragten ihre Stimme geben. Für Schäfer-Gümbel würde gut jeder Dritte votieren (35 %/+5). Bei den Kompetenzwerten schneidet Bouffier ebenfalls deutlich besser ab. 58 Prozent der Befragten halten ihn für die stärkere Führungspersönlichkeit (Schäfer-Gümbel: 15 %). Zudem kann der CDU-Politiker in den Bereichen Wirtschaft und Arbeitsplätze punkten.
Schäfer-Gümbel kommt im Vergleich zum Ministerpräsidenten vor allem beim Thema soziale Gerechtigkeit bei den Wählern an. Hier hält ihn jeder zweite Befragte für kompetenter, während sich nur 16 Prozent für Bouffier entschieden. Auch bei den Faktoren Sympathie und Glaubwürdigkeit setzte sich Schäfer-Gümbel knapp gegen den CDU-Politiker durch.
Insgesamt ist die Stimmung im Land trotz Euro- und Finanzkrise weiterhin positiv. Zwei von drei Befragten (65 %) bewerteten die wirtschaftliche Lage in Hessen als "sehr gut" oder "gut". Das bedeutet im Vergleich zum letzten Hessentrend zwar ein Minus von 5 Prozentpunkten, liegt aber immer noch deutlich über dem Wert vom Januar 2009 (36 %).