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Landtagswahl in Hessen

"Hessen-Gipfel" in Friedewald

Gabriel nimmt Steinbrück in Schutz

Auf einer Linie: Bundeschef Sigmar Gabriel (r.) und Thorsten Schäfer-Gümbel. (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
Auf einer Linie: Bundeschef Sigmar Gabriel (r.) und Thorsten Schäfer-Gümbel.
Rückendeckung für Peer Steinbrück: Auf dem "Hessen-Gipfel" der SPD in Friedewald haben sich die hessischen Genossen am Samstag zusammen mit ihrem Bundeschef geschlossen hinter den umstrittenen Kanzlerkandidaten gestellt.
 

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12.01.2013, 19:30 Uhr

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Ein Gipfel-Treffen mitten im Umfragetief: Die zweitägige Klausurtagung, mit der sich die Hessen-SPD immer im Januar auf das neue Jahr einstimmt, stand in diesem Jahr im Schatten der schlechten Umfragewerte für Steinbrück. Auch ohne die persönliche Anwesenheit des Kanzlerkandidaten war der Merkel-Herausforderer auf dem Hessen-Gipfel im beschaulichen Ort am Rande der Rhön das große Thema.

Dabei erhielt Steinbrück wohltuende Unterstützung aus den eigenen Reihen: Bundesparteichef Gabriel wies alle Spekulationen über einen möglichen Rückzug des Kanzlerkandidaten entschieden zurück. Anderslautende Gerüchte seien "völliger Quatsch" und Erfindungen der Medien, betonte der Parteichef. "Da ist viel Wind vor der Haustür. Wir halten an Peer Steinbrück fest."

Auch der Ausgang der Wahl in Niedersachsen am 20. Januar sei nicht automatisch als Bundestrend zu werten. "Das ist alles Blödsinn. Wir wissen, es ist ein knappes Rennen. Das ist nicht anders zu erwarten und das war übrigens auch vor ein paar Monaten nicht anders zu erwarten", betonte Gabriel.
 

"Böiger" Landtagswahlkampf

Von der Hessen-SPD um Thorsten Schäfer-Gümbel erhielt Steinbrück ebenfalls Rückendeckung: Der Landeschef räumte zwar ein, dass der anstehende Landtagswahlkampf durch die Steinbrück-Debatte derzeit "böig" sei, doch seien die hessischen Sozialdemokraten ja auch sturmerprobter als andere Landesverbände. Der hessische Generalsekretär Michael Roth meinte, die SPD-Genossen in Bund und Ländern säßen in einem Boot.

Für die anstehende Landtagswahl in Hessen stellte Schäfer-Gümbel einen Politikwechsel in Aussicht. Die Zeit der "Ellenbogengesellschaft" müsse vorbei sein. Die Hessen-SPD will im Wahlkampf vor allem mit den Themen Bildung, Arbeit und soziale Gerechtigkeit punkten. Diese Schwerpunkte hätten auch die Klausurtagung in Friedewald dominiert, zu der rund 140 Kommunal-, Landes- und Bundespolitiker zusammengekommen seien. Programmbestimmend werde der "soziale Zusammenhalt", sagte Schäfer-Gümbel.
 

Gabriel lobt Schäfer-Gümbel

Für seine Arbeit in den vergangenen Jahren erhielt der Landeschef ausdrückliches Lob vom Bundesvorsitzenden. Schäfer-Gümbel habe die früher so zerstrittene SPD wieder aufgebaut und aus ihr eine "hoch stabile, hoch geschlossene und hoch motivierte Partei" gemacht, so Gabriel. Schäfer-Gümbel sieht seinen Landesverband mittlerweile gar so gut aufgestellt, dass er der Bundespartei Rückenwind verleihen könne.

Trotz der demonstrativen Solidarität für Steinbrück sah die Hessen-CDU in dem Treffen in Friedewald Anzeichen für eine wachsende Unzufriedenheit mit Steinbrück: "Offensichtlich bereut die SPD ihre Kandidatenwahl und will den Irrtum korrigieren", mutmaßte CDU-Generalsekretär Peter Beuth in einer am Samstag versandten Pressemitteilung. Dass gerade der "linkeste SPD-Verband" das Ende von Steinbrück als Kandidaten einläute, überrasche ihn nicht, so Beuth.
 

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Redaktion: kahu / kim
Bild: © picture-alliance/dpa - Archiv
Letzte Aktualisierung: 12.01.2013, 20:41 Uhr
 
Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl
Zweitstimmen | Wahlbeteiligung: 73.2%

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 (Bild:  picture-alliance/dpa)

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