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Landtagswahl in Hessen
 (Bild:  hr)
22.09.2013

Erste Analyse

Warum Schwarz-Gelb abstürzte

Das Aus für Schwarz-Gelb in Hessen ist nach einer ersten Analyse der Forschungsgruppe Wahlen auf die schwache Leistungsbilanz der Landesregierung zurückzuführen.
 
Die Wahlforscher haben für ihre Analyse rund 1.500 Wahlberechtigte vor der Wahl telefonisch befragt und zudem rund 16.500 Wähler am Wahltag vor Ort interviewt. Maßgeblich für das Ergebnis sind demnach mehrere Faktoren. So hätten bei der Stimmabgabe diesmal bundespolitische Aspekte eine wichtigere Rolle gespielt als bei der vorherigen Landtagswahl.
 

Ministerpräsident Bouffier polarisiert

"Daneben ist auch ein relativ schwacher CDU-Spitzenkandidat sowie ein gegenüber 2009 deutlich gestärkter SPD-Spitzenkandidat maßgeblich für das Ergebnis verantwortlich", berichteten die Forscher am Sonntag.

Verglichen mit anderen Länder-Regierungschefs habe Hessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier nur mäßige Imagewerte, hieß es in der Wahlanalyse weiter. "Ganz ähnlich wie sein Amtsvorgänger Roland Koch polarisiert auch Bouffier, wenngleich etwas weniger stark." Bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten liegen Bouffier und sein SPD-Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel fast gleichauf.
 

Regierungsarbeit überzeugt nicht

Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf bewerteten die Wähler die gemeinsame Arbeit der schwarz-gelben Landesregierung lediglich mit der Note plus 0,6. Dabei schneide die FDP mit minus 0,6 wesentlich schlechter ab als die CDU mit plus 0,9. Die Oppositionsarbeit der SPD werde mit 0,9 so gut eingestuft wie die Regierungsarbeit der Christdemokraten.
 

Grüne verlieren in allen Altersgruppen

Wegen der zeitgleich stattfindenden Bundestagswahl standen für viele Wähler in Hessen bundespolitische Aspekte diesmal im Vordergrund. In der Woche vor der Wahl gaben 40 Prozent an, dass die Bundespolitik diesmal wichtiger sei für ihre Entscheidung als die Landespolitik (Landtagswahl 2009: 28 Prozent). Dennoch war für 57 Prozent die Landespolitik ausschlaggebend (2009: 65 Prozent).

Sowohl CDU als auch SPD schneiden laut Analyse der Forschungsgruppe Wahlen bei den Wählern über 60 Jahre am besten ab. Die CDU kommt hier auf 47 Prozent, die SPD auf 36 Prozent. Die Grünen verlieren demnach in allen Altersgruppen. "Die FDP erreicht nur noch bei den 30- bis 44-Jährigen sowie bei den Wählern ab 60 Jahren fünf Prozent und verliert in allen Altersgruppen deutlich." Die Linke komme in allen Altersgruppen unter 60 Jahren über fünf Prozent.
 

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Redaktion: cawo
Letzte Aktualisierung: 23.09.2013, 3:02 Uhr
 
Endgültiges Ergebnis der Landtagswahl
Zweitstimmen | Wahlbeteiligung: 73.2%

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19. August 2013: Beginn Briefwahl
Gemeinden können Briefwahlunterlagen ausstellen.
31. August 2013: Wahlbenachrichtigung
Letzter Tag für die Zustellung der Wahlbenachrichtigungen.
2. September 2013: Wählerverzeichnis
Die Wählerverzeichnisse liegen zur Einsicht aus (bis 6. September).
20. September 2013, 18 Uhr: Ende Briefwahl
Fristende für die Beantragung von Briefwahlunterlagen.
22. September 2013: - WAHLTAG -
Die Wahllokale haben von 8 bis 18 Uhr geöffnet.
4. Oktober 2013: Wahlkreisergebnisse (spätestens)
Die Kreiswahlausschüsse stellen in öffentlicher Sitzung die Wahlkreisergebnisse fest.
11. Oktober 2013: Endgültiges Wahlergebnis
Der Landeswahlausschuss stellt in öffentlicher Sitzung das endgültige Wahlergebnis fest.
 
 

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 (Bild:  picture-alliance/dpa)

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