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Landtagswahl in Hessen
Der Landtag in Wiesbaden (Bild:  picture-alliance/dpa)
Bald in neuer Zusammensetzung: der Landtag in Wiesbaden.

Nach der Landtagswahl

Das sind die neuen Abgeordneten

Mehr Frauen, kein Abgeordneter unter 30 und nur wenige Osthessen: 110 Kandidaten sind bei der Landtagswahl ins Parlament gewählt worden. hr-online stellt sie vor.
 
Die gute Nachricht vorweg: Es gibt mehr Platz. Weil bei der Landtagswahl am 22. September keine Überhangmandate entstanden sind, schrumpft das Plenum von derzeit 118 Abgeordneten auf seine reguläre Größe von 110 zusammen. Nach dem Foto-Finish der FDP bleibt es auch bei der Aufteilung in fünf Fraktionen – nur die Größenverhältnisse und die Zusammensetzung wurden teils gehörig durcheinandergewirbelt.

 
  • Frauenanteil
    Auffällig ist: Der Landtag wird in seiner 19. Legislaturperiode weiblicher. Knapp ein Drittel aller Sitze werden von Frauen belegt (32 Prozent). In der derzeit noch laufenden Periode beträgt die Frauenquote nur 27 Prozent.


 
  • Erfahrung
    Unter den 110 Abgeordneten sind 18 Politikerinnen und Politiker, die zum ersten Mal im hessischen Parlament sitzen werden. Der Großteil der Abgeordneten verfügt bereits über einige Erfahrung in der Parlamentsarbeit. Am größten ist die Gruppe derjenigen Parlamentarier (33), die bald in ihre dritte Legislaturperiode gehen. Die meiste Erfahrung gibt es in der CDU-Fraktion: Mit Norbert Kartmann, Frank Lortz und Clemens Reif finden sich dort drei Abgeordnete, die zum neunten Mal ein Mandat im Landtag erobern konnten.

  • Alter
    Der durchschnittliche Abgeordnete ist über 50 Jahre alt. Im Gegensatz zur laufenden Periode findet sich im neuen Landtag kein Parlamentarier mehr unter 30. Die jüngste ist Grünen-Spitzenkandidatin Angela Dorn mit immerhin schon 31 Jahren, der älteste Horst Klee von der CDU. Er wird im November 74. Die älteste Fraktion stellt trotz Janine Wissler (32) die Linke mit etwa 54 Jahren. Die Grünen sind mit knapp 47 Jahren im Durchschnitt die jüngsten.

  • Beruf/Ausbildung
    Studium ist Trumpf: Fast 80 Prozent aller Abgeordneten verfügen über einen Abschluss an einer Universität oder eine Fachhochschule. Reine Ausbildungsberufe wie Erzieherin (Regine Müller, SPD) oder Fleischermeister (Michael Boddenberg, CDU) finden sich nur vereinzelt. Die größte Berufsgruppe stellen die Juristen (16) vor den Lehrern (12).

  • Herkunft
    Wenig überraschend ist das bevölkerungsreiche Rhein-Main-Gebiet auch im Landtag besonders stark vertreten. 47 Abgeordnete haben in der Region zwischen Wiesbaden und Hanau ihre Heimat. Vergleichsweise schwach repräsentiert ist Osthessen mit gerade einmal 7 Abgeordneten.


 
  • Internet
    Ohne Homepage geht nichts mehr: Kein Abgeordneter verzichtet auf eine eigene persönliche Präsenz im Internet. Auch bei Facebook ist der überwiegende Teil der Parlamentarier vertreten. Knapp drei Viertel aller Abgeordneten betreiben ein politisch genutztes Profil in dem sozialen Netzwerk. Nur bei Twitter herrscht noch Nachholbedarf: Lediglich 32 Landtagsabgeordnete sind in dem Kurznachrichtendienst aktiv.


 

Abgeordnetenmonitor - alle Abgeordneten in einer interaktiven Übersicht

 

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Redaktion: kahu
Letzte Aktualisierung: 6.11.2015, 17:11 Uhr
 

 

 

 

 

 

 
 
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