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Beerfelden

Siegfriedseiche; Foto: Eberhard Krieger/hr
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Siegfriedseiche
Am Ortsrand von Airlenbach, einem Ortsteil von Beerfelden, steht die Baumruine einer der ältesten Eichen Mitteleuropas. Die Forstleute schätzen ihr Alter auf 800 bis 1000 Jahre.
 

Kontakt

Touristen-Information
Seeweg 1
64743 Beerfelden
Tel. (06068) 93 03 20

Ihr Stamm hat einen Umfang von über acht Metern, allein die Rinde ist 80 cm dick. Die eher kleine Krone endet in 24 Metern Höhe.

Der Sage nach hat sich Siegfried, der Held des Nibelungenliedes, im Schatten der Eiche von der Jagd ausgeruht. Nach einer anderen Überlieferung war er selbst die Ursache des enormen Baumwuchses. Auf der Jagd in den dichten Wäldern des Odenwaldes soll er einmal einen ganzen Tag lang einen gewaltigen Auerochsen verfolgt haben, bevor er ihn erlegen konnte. Aus einer Eichel, die in die Blutlache des Tieres fiel, soll die Eiche von Airlenbach gewachsen sein.
 

Adam Karrillon und der dreischläfrige Galgen

Beerfelder Galgen, Foto: Eberhard Krieger/hr
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Beerfelder Galgen
Ein weiterer literarischer Schauplatz ist der „dreischläfrige Galgen“ oberhalb von Beerfelden an der Landstraße nach Airlenbach. Er wurde 1597 errichtet. Das Zentgericht der Grafschaft Erbach konnte hier das Todesurteil an sechs Delinquenten gleichzeitig vollstrecken. Adam Karrillons Großvater war hier Scharfrichter. Von ihm erzählt er in der „Geschichte vom geprellten Henker“. Ein Wilddieb versprach ihm seine Pfeife, wenn er den Strick beim Hängen über seinem Kropf befestigen würde ...
 

Adam Karrillon  (Bild: hr/ Stadt Weinheim, Stadtarchiv)
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Adam Karrillon
"Meinem Großvater gefiel der Handel, und er tat wie verabredet. Einen Augenblick baumelte Kaspar Sachs, dann rutschte die Schlinge ihm übers Gesicht, drückte die Nase ein wenig platt, und nach dieser Unbequemlichkeit stand der Gehängte mit beiden Stiefeln wieder auf dem Rasen unter dem Galgen. „Wer den Hirsch schießt“, sagte der Zentrichter, „der soll gehängt werden, so verlangt es das Gesetz. Gehängt ist der Kaspar Sachs, also haben wir mit der Sache nichts mehr zu tun.

Der Wilddieb bückte sich nach seiner Pfeife, sie brannte noch, und nun lief er mit großen Schritten nach Kirch-Brombach zu."
 
Redaktion: nrc
Bild: © hr/ Stadt Weinheim, Stadtarchiv
Stand: 08.06.2004
 

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