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Sendung in hr2-kultur

Gemeinsam an einem Tisch - Die Familie Büchner

Samstag, 5. Juli 2008, 18:05 Uhr
Georg Büchner (Bild: )
v.l.n.r. Max von Pufendorf, Nina Petri, Volker Risch
Georg Büchner zählt heute zu den Klassikern der deutschen Literatur. Doch das Werk des im hessischen Goddelau geborenen Dichters wäre heute so gut wie vergessen, hätten sich nicht seine Geschwister unermüdlich um das literarische Nachleben des Bruders gekümmert.
 

Information

Gemeinsam an einem - Die Familie Büchner

Nina Petri, Max von Pufendorf und Volker Risch lesen Texte von Georg, Luise, Wilhelm, Alexander und Ludwig Büchner
Moderation: Hans Sarkowicz

6. Juni 2008, 20 Uhr
Ehemalige Maschinenhalle der Pfungstädter Brauerei
Eingang Mühlstraße
64319 Pfungstadt

Eintritt frei (Einlasskarte erforderlich)

Alle Einlasskarten sind leider mittlerweile vergeben!

Sendung in hr2-kultur:
Kulturszene Hessen
5. Juli 2008
18-19 Uhr

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Für die Familie gab es immer einen eindeutigen Mittelpunkt: den früh verstorbenen Georg Büchner. Die Schauspieler Nina Petri, Max von Pufendorf* und Volker Risch brachten die Büchners gemeinsam an einen Tisch und lasen Texte von Luise, Georg Wilhelm, Ludwig und Alexander Büchner.

hr2-kultur sendet den Mitschnitt der Veranstaltung in der "Kulturszene Hessen" am Samstag, den 5. Juli, 18-19 Uhr.

Die Theaterstücke Georg Büchners sind Schullektüre geworden, aber seine politischen Schriften erregen immernoch Anstoß. Seine Geschwister haben allerdings selbst auch wichtige Werke geschaffen. In exemplarischer Weise repräsentieren sie die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strömungen des 19. Jahrhunderts.

Ludwig Büchner und Alexander Büchner zogen 1848 sogar in den bewaffneten Kampf. Ludwig Büchner schuf später mit seinem Bestseller „Kraft und Stoff“ das Standardwerk des Materialismus, Alexander Büchner arbeitete als Literaturwissenschaftler in der Kulturvermittlung zwischen Deutschland und Frankreich, Luise Büchner engagierte sich früh in der bürgerlichen Frauenbewegung. Und Wilhelm Büchner, der einen begehrten Ultramarinfarbstoff synthetisiert hatte, war als Unternehmer und liberal-demokratischer Politiker erfolgreich.
 

Bildergalerie: Gemeinsam an einem Tisch - Die Familie Büchner 

 
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Wilhelm Büchner (Bild: Stadt Pfungstadt)
Vergrößern
Wilhelm Büchner
Wilhelm Büchner ließ sich 1845 als Ultramarinfabrikant in Pfungstadt nieder. Auf dem Gelände der „Frankensteiner Mühle“ entstanden unter seiner Leitung in kürzester Zeit neue Hallen, Dampfmaschinen und Schornsteine. Etwa zeitgleich verlegte die Hildebrandt’sche Brauerei ihre Produktion nach Pfungstadt, was der Stadt im Zuge des industriellen Aufstiegs bald den Beinamen „süd-hessisches Manchester“ einbrachte. Im Jahr 1864 ließ Wilhelm Büchner ein Wohnhaus bauen – die Villa Büchner. Politisch sehr aktiv, engagierte sich Büchner sehr für Pfungstadt: Er setzt sich für die Gründung eines Kindergartens und einer höheren Schule ein, gründete das örtliche Rote Kreuz und sorgte für die Erhebung Pfungstadts zur Stadt. Im Land- und Reichstag vertrat Wilhelm Büchner linksliberale Positionen und warb für die Verantwortung des Unternehmers für „seine“ Arbeiter.

Im Lauf der Jahre wurde die schöne Villa, die Büchners Familie etwas polemisch „das Chateau“ nannte, stark beschädigt. Im Jahr 2006 hat die Stadt Pfungstadt begonnen, das denkmalgeschützte Gebäude zu restaurieren. Die Sanierungsarbeiten sollen 2010 abgeschlossen sein.
 

Nina Petri

 (Bild:  hr)
Nina Petri
Die Schauspielerin ist bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, lässt sich jedoch auf kein Rollenfach festlegen. Mal ist sie die „Tödliche Maria“ (1994), mal die Mitbewohnerin in Sönke Wortmanns Komödie „Allein unter Frauen“ (1991) oder Tante Lissy in „Bibi Blocksberg“ (2004). Für ihre Rollen wurde Nina Petri mit dem Bayerischen Filmpreis (1994 für „Die tödliche Maria“), dem Deutschen Filmpreis (1999 als beste Nebendarstellerin in „Lola rennt“ und in „Bin ich schön?“) und dem Hessischen Filmpreis (2005 als Ensemblemitglied in dem Film „Die Konferenz“) ausgezeichnet. Darüber hinaus ist Nina Petri als Sprecherin auf zahlreichen Hörbüchern zu hören. Seit 2006 leitet sie außerdem ihr eigenes Theater in Hamburg: „Die Theaterfabrik“.
 

Max von Pufendorf

Max von Pufendorf (Bild: (c )Management Goldschmidt)
Max von Pufendorf
©Management Goldschmidt
Nach seiner Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin stand Max von Pufendorf am Maxim-Gorki-Theater Berlin (1998), am Hans-Otto-Theater in Potsdam (1999), am Residenztheater München (2000) und am Deutschen Theater Berlin (2001 bis 2007) auf der Bühne. Er wirkte außerdem in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen mit, unter anderem in „Franny and Zoe“ (2003), „Mörderischer Frieden“ (2006) sowie in zahlreichen Folgen von „Tatort“, „Polizeiruf 110“ und „Bella Block“. Zuletzt stand Max von Pufendorf für die Neuverfilmung der „Buddenbrooks“ vor der Kamera.

(*Änderung: Max von Pufendorf wird anstatt wie ursprünglich angekündigt Robert Stadlober die Texte Georg Büchners lesen.)
 

Volker Risch

Schauspieler Volker Risch (Bild: © Ben Isselstein)
Volker Risch
©Ben Isselstein
Seit 1982 arbeitet Volker Risch als freischaffender Schauspieler. Neben Theaterengagements in München, Frankfurt, Düsseldorf und Aachen wirkte er außerdem in zahlreichen Fernsehproduktionen und Kinofilmen mit, wie zum Beispiel „Besser als Schule“ (2004) , „Nachts werden wir erwachsen“ (2003), „Die Klasse von ’99“ (2003). Für die Darstellung des „Ibrahim und die Blumen des Koran“ im Grenzlandtheater Aachen und im Fitz-Rémond-Theater Frankfurt wurde Volker Risch mit dem „Kurt-Sieder-Preis 2004“ ausgezeichnet. Seine Stimme ist außerdem aus zahlreichen Hörbuchproduktionen sowie als Erzähler und Kommentator vieler Fernseh- und Spielfilmdokumentationen bekannt. Auch als Autor für den Hörfunk ist Volker Risch tätig.

Eine Veranstaltung von hr2-kultur/Literaturland Hessen in Kooperation mit der Stadt Pfungstadt und der Pfungstädter Brauerei.
 
Redaktion: anen
Bilder: © hr (1), © Stadt Pfungstadt (1), © © Ben Isselstein (1), © (c )Management Goldschmidt (1)
Letzte Aktualisierung: 14.10.2010, 14:15 Uhr
 
Blaue Kornblume als Zeichen für die Blaue Blume der Romantik (Bild:  picture-alliance/dpa)

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