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Autorin Jutta Schütz und Musikerin Irith Gabriely Das Pretlacksche Gartenhaus im Darmstädter Prinz-Georg-Garten (Bild: Veranstalter) Foto Heinrich Schirmbeck (Bild: Helga Schirmbeck)
Autorin Jutta Schütz und Musikerin Irith Gabriely (r.) treten im Frauenzentrum Darmstadt auf

Ein Tag für die Literatur 7. Mai 2017

Darmstadt

Literatur und Musik sind am Tag für die Literatur auch in Darmstadt ein Schwerpunkt: Das Werk der Autorin Jutta Schütz begegnet dem der Komponistin Barbara Heller, es geht um Wilhelm Petersen und Arnold Mendelssohn, und der Liedermacher Georgios Tachtatzis stellt sich vor. Außerdem wird an die Schriftsteller Renate Axt und Heinrich Schirmbeck erinnert, weitere Veranstaltungen stellen Emmanuel Bove und Maria Sibylla Merian vor.
 

11.00 Uhr: Lesung mit musikalischer Umrahmung

Pedregal. Die Darmstädter Autorin Jutta Schütz liest aus einem Romanprojekt

Die Darmstädter Autorin Jutta Schütz liest aus ihrem Romanprojekt "Pedregal", das in Hessen spielt und anderswo. Eine Frau erstarrt wie das Lavafeld, der Pedregal, in dem sie aufgewachsen ist. Doch auch aus schwarzer, erkalteter Lava kann wieder neues Leben erwachsen. Die Autorin selbst ist mit Blick auf den Darmstädter Hochzeitsturm ("Fünffingerturm") aufgewachsen. "Fünf-Finger-Turm" heißt das neue Werk der Darmstädter Komponistin Barbara Heller, aus dem die Klarinettistin Irith Gabriely einige Stücke spielen wird.

11–12 Uhr
5 €

Frauenzentrum Darmstadt
Bühnensaal
Emilstr. 10
64289 Darmstadt

Tel. 06151 711336
www.frauenzentrum-darmstadt.de
www.barbaraheller.de

Eine Veranstaltung des Kooperation Frauen e.V.



 

11.00 Uhr: Lesung mit Musik

Hommage für Renate Axt

Renate Axt, vielfach ausgezeichnete Verfasserin von Gedichten, Erzählungen, Theaterstücken und Kinderbüchern, ist im Dezember 2016 verstorben. Sie war u.a. Mitglied im PEN und der Darmstädter Sezession, in der Europäischen Autorenvereinigung Die KOGGE und bereits früh Mitglied der Darmstädter Literaturgruppe Poseidon. Zum Tag für die Literatur stellen AutorInnen der Gruppe Renate Axt mit einer Auswahl ihrer Texte vor. Musikalisch begleitet wird die Lesung von der Cellistin Gunilda Wörner.

11–13 Uhr
Eintritt frei, Spenden erwünscht

TIP (Theater im Pädagog)
Pädagogstr. 5
64283 Darmstadt

www.literaturgruppe-poseidon.de

Eine Veranstaltung der Literaturgruppe Poseidon



 

15.00 Uhr: Lesung mit Flötenspiel

"Marche funèbre"

Der Schriftsteller Heinrich Schirmbeck verehrte Chopin und widmete ihm die Novelle "Marche funèbre" aus dem Jahr 1946. Es sei "die Melodie des Winds" aus der B-moll-Sonate von Chopin gewesen, die er über alles in der Welt liebte, schreibt Schirmbeck in der Erzählung. Im Schirmbeck-Haus auf der Rosenhöhe, wo der Autor von 1967 bis zu seinem Tod 2005 lebte, stellt Helga Schirmbeck die Erzählung vor. Musikalisch führt die Flötistin Laura Williams durch den Nachmittag.

15–17 Uhr
Eintritt frei

Schirmbeck-Haus
Park Rosenhöhe
Ludwig-Engel-Weg 13
64287 Darmstadt

Tel. 06151 712583
www.heinrich-schirmbeck.de

Eine Veranstaltung der Heinrich Schirmbeck Gesellschaft e.V.



 

16.00 Uhr: Lesung mit Musik

Maria Sibylla Merian – Künstlerin, Forscherin, Geschäftsfrau

Die in Frankfurt geborene Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian (1649–1717) leistete Pionierarbeit nicht nur in der Kunst, sondern auch in den Naturwissenschaften. Ihre Faszination für Raupen und deren Verwandlung in Schmetterlinge führte sie 1699 bis in den tropischen Urwald von Südamerika. Nach ihren großen Biografien u.a. über Hildegard von Bingen und Sophie Scholl erzählt Barbara Beuys in ihrem neuen Buch spannend und kenntnisreich von dem ungewöhnlichen Leben einer Frau im 17. Jahrhundert. Musikalisch wird die Lesung von dem Gitarristen Stefan Hladek begleitet.

16–17.30 Uhr
10 €

Pretlacksches Gartenhaus im Prinz-Georg-Garten
Schloßgartenstr. 6b
64293 Darmstadt

Tel. 06151 599788 oder 06150 4687
www.www.luise-buechner-gesellschaft.de

Eine Veranstaltung der Luise Büchner-Gesellschaft e.V. Darmstadt



 

16.30 Uhr: Vortrag und Ausstellung

Emmanuel Bove und Hans Schiebelhuth

Walter Benjamin gehörte zu seinen frühen deutschen Lesern. Die "Genauigkeit der Beobachtung" in den Werken des französischen Schriftstellers Emmanuel Bove (1898–1945) hinterließ aber auch bei anderen Zeitgenossen "einen tiefen Eindruck". Der "Literaturdetektiv" Reinhard Pabst erläutert anhand neuer Funde, was Bove mit Deutschland und vor allem mit dem Darmstädter Büchner-Preisträger Hans Schiebelhuth (1895–1944) verband. Die kleine Ausstellung zeigt bisher unbekannte Exponate zu Boves Leben, Werk und Wirkung.

16.30–18 Uhr
Eintritt frei

Universitäts- und Landesbibliothek
Vortragssaal im Untergeschoss (Eingang neben Cafeteria)
Magdalenenstr. 8
64289 Darmstadt

Tel. 06483 806473

Eine Veranstaltung der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt in Kooperation mit der Bibliotheca Reiner Speck (Köln) und der Gesellschaft der Emmanuel-Bove-Leser



 

18.00 Uhr: Lesung und Konzert

Ein elektrisches Märchen

Georgios Tachtatzis ist ein Wanderer zwischen zwei Kulturen, ein Song-Poet der europäischen Künstler-Emigration. Als Liedermacher verbindet er Lyrik und Musik, die Arbeit eines Komponisten und eines Autors, die deutsche und die griechische Sprache. Im Interview erzählt er, wie sein Umfeld ihm Energie gibt und wie seine griechische Herkunft und Darmstadt, wo er seit 1969 lebt, seine Arbeit beeinflussen. Er liest aus seinem ersten Lyrikband, singt und spielt Gitarre, Videos und Fotos unterstützen die Veranstaltung audiovisuell.

18 Uhr
Eintritt frei

HoffART-Theater
Lauteschlägerstr. 28 a
64291 Darmstadt

www.hoffart-theater.de

Eine Veranstaltung des HoffART-Theater e.V. in Kooperation mit dem Koordinationskreis Asyl Darmstadt und der Stadt Darmstadt



 

19.00 Uhr: Lesung, Information und Musik

"Gott, Welt und Kunst" - der Darmstädter Komponist Arnold Mendelssohn

"Gott, Welt und Kunst" lautet der Titel eines Bandes mit den 1912 in Darmstadt begonnenen Aufzeichnungen des Komponisten Arnold Mendelssohn. Der Urenkel von Moses Mendelssohn und Neffe zweiten Grades von Felix Mendelssohn-Bartholdy lebte seit 1891 als Musiklehrer und Hessen-Darmstädtischer Kirchenmusikmeister in Darmstadt. Horst Schäfer liest aus seinen Aufzeichnungen, Karlheinz Müller erinnert an die vielfältigen Begabungen Mendelssohns auf den Gebieten der Literatur, Musik, Theologie und Philosophie. Am Klavier: Wolfgang Kleber.

19–21 Uhr
Eintritt frei

Literaturhaus Darmstadt
Kasinostr. 3
64293 Darmstadt

Tel. 06155 64271

Eine Veranstaltung der Elisabeth-Langgässer-Gesellschaft und Gesellschaft zur Pflege und Verbreitung deutschsprachiger jüdischer Dichtung e.V. mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Darmstadt e.V.



 

19.30 Uhr: Liederabend

Hans Christoph Begemann singt
Wilhelm Petersen – Lieder nach Goethe und George


Dichter oder Komponist? Der junge Wilhelm Petersen (1890–1957) gehörte zum Dichterkreis um Stefan George und schwankte, welchen Weg er einschlagen sollte. Schließlich entschied er sich für die Musik, wurde Komponist und 1927 Dozent an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Beim ersten reinen Petersen-Liederabend in Darmstadt präsentieren der Bariton Hans Christoph Begemann und der Pianist Matthias Gräff-Schestag Lieder nach Stefan George, Hölderlin und Goethe. Michael Kutzera ergänzt das Konzert durch Texte von Petersen und Anmerkungen zu seiner Biografie.

19.30–21.30 Uhr
20 € / 15 € erm.
Vorverkauf im Darmstadt Shop Luisencenter (Tel. 06151 1345-13)

Akademie für Tonkunst Darmstadt
Wilhelm-Petersen-Saal
Ludwigshöhstr. 120
64285 Darmstadt

www.wilhelm-petersen-gesellschaft.de

Eine Veranstaltung der Wilhelm-Petersen-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Akademie für Tonkunst Darmstadt



 

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Redaktion: pefi
Letzte Aktualisierung: 3.04.2017, 11:20 Uhr
 

Audios zum Tag für die Literatur

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