Gail Halvorsen wurde 1920 als Sohn einer mormonischen Bauernfamilie in Utah geboren. Er verbringt viel Zeit auf dem Feld und ist fasziniert von den Flugzeugen, die über seinem Kopf am Himmel vorbei ziehen: "Der Anblick des silbernen Rumpfes gegen den herrlich blauen Himmel und das Motorengeräusch ließen mir immer wieder einen Schauer über den Rücken laufen", berichtet Halvorsen in seinem Buch "The Berlin Candy Bomber".
Von den Deutschen hält der Jugendliche nicht besonders viel, denn 1932 berichten die Zeitungen von der Entführung des 20 Monate alten Lindbergh-Babys, dem Kind des berühmten Piloten Charles Lindbergh. Die Tat wird dem deutschstämmigen Bruno Richard Hauptmann zu Last gelegt. Außerdem schreibt die Presse von Deutschlands Kriegsvorbereitungen und der drohenden Eskalation in Europa.
Im Sommer 1940 bekommt Halvorsen die Chance, seinen Traum vom Fliegen in die Tat umzusetzen. Aufgrund des Krieges in Europa etabliert die US-Army ein Förderprogramm für angehende Piloten und Halvorsen setzt sich in einem Auswahlverfahren gegen 120 Kandidaten durch. Damit hat er ohne es zu wissen seinen ersten Schritt nach Berlin gemacht. Drei Jahre später führt ihn sein erster Einsatz nach Brasilien. Dort unternimmt er die ersten Transportflüge und steigt zum Aircraft Commander einer DC-54 Skymaster auf. Fortan steuert er militärische Transportmaschinen in England, Italien und Nordafrika.
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