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Hessen trifft Thüringen

"Die Grenze ist auf!" - Erinnerungen vor Ort

Sonntag, 8. November 2009, 18:30 Uhr
Im osthessischen Philippsthal wird einer der insgesamt fünf innerdeutschen Grenzübergänge in Hessen geöffnet (Archivbild vom 12.11.1989). (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
November 1989. Die Menschen können es kaum fassen: Nach vierzig Jahren dürfen sie zum ersten Mal wieder über die Werra-Brücken ans andere Ufer, von Thüringen nach Hessen - von Hessen nach Thüringen. [zum Artikel]
 

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Ihre Erinnerungen: Wie haben Sie den Fall der Mauer erlebt?

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sarah am 05.11.2009 11:36
Ich war gerade 12. als die Mauer fiel. Ich hatte mein erstes eigenes Radio bekommen, nun hörte ich Nachrichten, ich merkte in Berlin muß etwas ganz besonderes passiert sein.

Ich rannte durch die Wohnung und rief" Mama in Berlin tanzen die Leute auf der Straße."
1 Leser fand diesen Beitrag lesenswert
 
Lorenz M. am 05.11.2009 10:08
Ich war damals 17 jahre alt und hatte kurz zuvor eine Druckerlehre bei der ehem. Druckerei Schanze in der Kohlenstraße begonnen. Zu der Zeit fuhr ich mit der Bundesbahn zur Arbeit und die Züge aus Richtung Bebra waren brechend voll mit Menschen aus er DDR, so daß ich von Rengershausen bis Wilhelmshöhe im Gepäckwagen (der auch schon mit Fahrgästen gefüllt war) mitfahren mußte. Man hatte Zeit für ein kurzes Gespräch mit Gleichaltrigen, ein sehr bewegender Moment! An den beiden ersten Wochenenden war man natürlich in Kassel, um sich unter die Menschenmassen zu mischen!
 
Lena Tomas am 04.11.2009 19:43
Die Frage,die mich viel mehr interessiert:
Wieviele Vorurteile und "Anti-Ossi oder auch Anti-Wessi-Parolen " sind immer noch vorhanden bzw. haben sich entwickelt seit dem Mauerfall-Welche Mauern sind noch immer in uns?
Ich habe in einem kleinen Ort namens Bad Langensalza selbst 10 Jahre nach dem Mauerfall über Wochen hinweg die Erfahrung gemacht,dass man als Wessi sehr schlechte Karten hat...
Da hast du trotz Toleranz bzw. Akzeptanz keine Chance gehabt als westdeutsches Mädel...
 
Katrin am 03.11.2009 20:45
Als die Mauer fiel, war ich 10 und lebte im Südharz (heutiges Nordthüringen). Ich erinnere mich genau an den Zeitpunkt, als ich erfuhr, dass ich mit meiner Familie am 10. November in den Westen nach Niedersachsen fahren würde.
Ich habe mich auf mein Bett fallen lassen und war auf einmal ganz leer. "Wir fahren morgen in den Westen...., wie soll das gehen?" Ein unglaubliches Gefühl, dass ich gar nicht so beschreiben kann. Auf jeden Fall schwirrte in meinem Kopf der Begriff "Freiheit". Und schon mit zehn Jahren war mir klar, dass in dem Moment etwas Gewaltiges passiert war und sich etwas in meinem Leben ändern würde. Denn die Nachrichten der vergangenen Tage/Wochen ließen die Krise der DDR-Führung klar werden....(wir hatten ja Dank dem Brocken Westfernsehen ;-) Ich bin froh, dass ich in meinem Leben etwas so Tolles erleben durfte und es wird wohl eines der beeindruckendsten Erlebnisse meines Leben bleiben.
Was bessere hätte mir nicht passieren können.
 
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 (Bild: hr )

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