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Hessen trifft Thüringen

"Die Grenze ist auf!" - Erinnerungen vor Ort

Sonntag, 8. November 2009, 18:30 Uhr
Im osthessischen Philippsthal wird einer der insgesamt fünf innerdeutschen Grenzübergänge in Hessen geöffnet (Archivbild vom 12.11.1989). (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
November 1989. Die Menschen können es kaum fassen: Nach vierzig Jahren dürfen sie zum ersten Mal wieder über die Werra-Brücken ans andere Ufer, von Thüringen nach Hessen - von Hessen nach Thüringen. [zum Artikel]
 

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Ihre Erinnerungen: Wie haben Sie den Fall der Mauer erlebt?

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Bernd Rudolph am 08.11.2009 10:33
Hallo,

hatte am 08.11. meinen 22. Geburtstag. Am 09.11. bin ich morgens aufgestanden und die Info über den Mauerfall war das tollste Geburtstagsgeschenk. Mein Vater war von Leipzig und ich habe live erlebt, was Grenze bedeutete.

Gott sei Dank war das jetzt endlich vorbei.
 
Oliver Ohl am 07.11.2009 19:09
Der 09.11.89 - oder auch die "Inkompetenz" eines Unteroffizieres.

Meine Wehrpflicht in Kassel-Wilhelmshöhe (Wittich-Kaserne) begann am 02.10.89. In den ersten 3 Monaten der Grundausbildung war Bettruhe ab 22 Uhr vorgeschrieben. Meine Kameraden und ich schauten TV und wurden hierdurch über die Öffnung der Grenzen informiert. Später mussten wir bei den" Tagesthemen" auf Befehl des Unteroffzieres (war als UvD für die Einhaltung der Bettruhe verantwortlich) das TV-Gerät abschalten und ins Bett gehen. Ich entgegnete ihm, dass dies heute ein historischer Tag sei. Er blieb jedoch bei seinem Befehl. Unfassbar - wir mussten ins Bett! Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Bundeswehr-Bus zum Gelöbnis nach Göttingen. Uns begegneten auf der Autobahn zahlreiche Trabbi und Wartburg-Fahrer, welche uns fröhlich zuwinkten und wir uns mit diesen sehr freuten.

Unfassbar - am "Freudentag der Deutschen" mussten wir frühzeitig ins Bett, obwohl wir im Dienst der Bundesrepublik standen!
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Jan Paulssen am 07.11.2009 15:48
Ich habe den Mauerfall am Fernseher mit meiner Familie erlebt - das ist warscheinlich noch nicht sonderlich späktakulär :-) Ich war 17, mein Bruder 19...
Mein älterer Bruder kam dann auf die Idee nach Berlin zu fahren. Wir haben versucht Freunde / andere aus der Familie (Cousins, etc) zu überreden mitzukommen. Alle waren zu träge...
Wir sind früh am nächsten Morgen (10. Nov.) mit dem Zug losgefahren, und haben 2 sehr ereignisreiche Tage (Abklopfen von Mauerstücken, Versuch zur Gernzüberquerung in den Osten, Schlafen in der U-Bahn neben einem Gitarrenspieler, der das Publikum seines Lebens hatte und Übernachten als 'Edelpenner' im Bankautomatenvorraum) zugebracht. Die Entschuldigung meiner Mutter 'Jan wollte Geschichte live erleben' wurde in der Schule nicht anerkannt - das waren meine einzigen unentschuldigten Fehlstunden meiner Schullaufbahn...
 
Georg Stahl am 06.11.2009 22:26
Ich war damals Zivi und mein Freund war gerade in eine WG in Karlsruhe eingezogen. Wir waren den ganzen Abend mit Möbel aufbauen und wachsen beschäftigt. Das Radio lief und irgendwann hieß es dann die Grenze ist offen. Wir schalteten den kleinen Fernseher in Ecke ein. Der Empfang war nicht besonders gut. Wir lagen auf der Matraze auf dem Boden, starrten in die Röhre und konnten nicht glauben was wir da sahen. Irgendwie hatten wir den Eindruck, daß das keine Livebilder sind sondern eine Art Fernsehspiel. Das geteilte Deutschland war seit ich mich erinnern konnte eine Realität und ich hätte nie gedacht, daß sich das in meinen Lebzeiten ändert. Dieser Mix aus Freude, Unglauben und all' die Fragen, wie das denn jetzt weitergeht war bisher einzigartig.
 
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