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Hessen trifft Thüringen

"Die Grenze ist auf!" - Erinnerungen vor Ort

Sonntag, 8. November 2009, 18:30 Uhr
Im osthessischen Philippsthal wird einer der insgesamt fünf innerdeutschen Grenzübergänge in Hessen geöffnet (Archivbild vom 12.11.1989). (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
November 1989. Die Menschen können es kaum fassen: Nach vierzig Jahren dürfen sie zum ersten Mal wieder über die Werra-Brücken ans andere Ufer, von Thüringen nach Hessen - von Hessen nach Thüringen. [zum Artikel]
 

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Thomas Kagelmann am 25.09.2009 16:03
Ich war seinerzeit für die Johanniter Unfall Hilfe in Kassel als ehrenamtlicher Retter tätig. An dem ersten Wochenende nach der Grenzöffnung wurde ich gebeten, gemeinsam mit der Feuerwehr am Kasseler Bahnhof die Betreuung der Menschen aus der DDR zu übernehmen. Dazu gehörte eine in kurzer Zeit auf die Beine gestellte private Zimmervermittlung zu betreiben und, das war dann auch mein Part, die Menschen zu den Zimmeranbietern zu fahren. Es war ein schweinekaltes Wochenende, die Leute hatten in ihren unbeheizten Trabbis auf dem Bahnhofsparkplatz genächtigt, der Bunker unter dem Bahnhof wurde geöffnet um einzelne Reisende bzw. große Familien einigermaßen warm unterzubringen. Zu der Zeit war noch völlig unklar, wie es mit der DDR weitergehen wird, es gab also auch eine große Menge an Flüchtlingen die die DDR verlassen wollten. Nach meiner Erinnerung wurden diese Leute dann in die Fritzlarer Bundeswehrkaserne gefahren. Ich selbst durfte dann mal einen Trabant 501 fahren. Unvergesslich!
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eberhard fischer am 27.09.2009 06:07
bitte nachschauen unter www.fischer-hohenroda.de. film von ddr-grenze und grenzöffnungen hohenroda (zwischen philippsthal und rasdorf) 1989 und 1990 - 9 min.- alles originalaufnahmen und rechtefrei.
grüße eberhard fischer, ehem. bürgermeister hohenroda
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Zimmermann Helmut am 30.09.2009 22:18
Den Tag der Grenzöffnung erlebte ich als Angestellter beim Hess. Straßenbauamt in Eschwege. Am 12. Nov. 89 haben wir den Grenzübergang Wanfried/Katharienenberg gemeinsam mit der Straßenmeisterei Meißner provisorisch hergestellt. Für mich und meinen Vater war es ein sehr bewegter Moment. Wir hatten schon beim Bau der Gernzkontrollstelle Herleshausen Gedanken gemacht, wie es wohl hinter der Grenze weitergeht, welche Orte dort sind oder was für Menschen dort leben.
Vom Tag der Grenzöffnung Katharienberg habe ich auch noch einige Bilder.

Mit feundlichen Grüßen
Helmut Zimmermann
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Peter Andes am 09.11.2010 10:57
Ich arbeitete seinerzeit in einem Autohaus in Gelsenkirchen.An einem Samstag 1 Woche nach dem Mauerfall kam ein Kleinbus aus der DDR auf unser Gelände gefahren.
Es stiegen 8 junge Männer aus und sie kauften 7 Gebrauchtwagen - alle so um die 1000 Mark.
Einer der Jungs holte aus seiner Hosentasche ein Bündel Geldscheine und bezahlte die Autos.
Anschliessend fuhr jeder von ihnen mit dem erstandenen Westwagen heim Richtung Potsdam.
Eine Woche später wiederholte sich das Spiel - allerdings hatte der Bus diesmal ca 25 Sitzplätze, und der Junge hatte mittlerweile einen Aktenkoffer für den Geldtransport.
Dieser war voll mit Geldscheinen und er kaufte Autos was das zeug hielt.
Nach einigen Wochen hatte er unseren gesamten Gebrauchtwagenbestand (ca 300 Fzg.) aufgekauft und unsere Ausstellungfläche wirkte wie ausgestorben.
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 (Bild: hr )

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