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Hessen trifft Thüringen

"Die Grenze ist auf!" - Erinnerungen vor Ort

Sonntag, 8. November 2009, 18:30 Uhr
Im osthessischen Philippsthal wird einer der insgesamt fünf innerdeutschen Grenzübergänge in Hessen geöffnet (Archivbild vom 12.11.1989). (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
November 1989. Die Menschen können es kaum fassen: Nach vierzig Jahren dürfen sie zum ersten Mal wieder über die Werra-Brücken ans andere Ufer, von Thüringen nach Hessen - von Hessen nach Thüringen. [zum Artikel]
 

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Ihre Erinnerungen: Wie haben Sie den Fall der Mauer erlebt?

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Kunert, Rolf am 09.11.2009 09:46
Es war ca. 22,30 Uhr am Abend des 09.November 1989, ich war gerade vier Monate verheiratet und lebte mit meiner Frau in Berlin Tempelhof, als ich in meinem kleinen Schwarzweiß-Fernseher in den Tagesthemen sah, was an Geschichtsträchtigem geschehen sein sollte. Ich konnte es erst gar nicht glauben. Ich weckte meine Frau, berichtete ihr und wir fuhren kurzentschlossen in den äußersten Süden West-Berlins zur Waltersdorfer Chaussee in Rudow, um uns selbst ein Bild zu machen. Und tatsächlich, Trabis, Wartburgs und andere Ost-Kisten fuhren knatternd und stinkend in die neue Welt, in den vermeintlich „Goldenen Westen“. Unter dem Jubel der Westberliner wie ein nimmer endender sprudelnder Quell, trauten sich die Brüder und Schwestern aus der DDR in die Freiheit. Anfänglich noch sehr unsicher, aber mit strahlenden Gesichtern der Freude, schreien, gröhlend, weinend voller Freude über die unfaßbaren Ereignisse in dieser Stunde.
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Wolfgang Bub am 05.11.2009 13:24
Ich kann ich noch wie heute daran erinnern. Ich war auf einer ca. 4-wöchigen Geschäftsreise in Fernost unterwegs. Am 9. November war ich in Indonesien und saß abends in dem schönen alten Borobodur Hotel vor dem Fernseher und schaute CNN Nachrichten. Ich konnte nicht glauben, was ich dort sah und blieb wie gebannt die halbe Nacht am Fernseher kleben.

Ich kann mich auch noch daran erinnern, dass ich Tränen in den Augen hatte und muß sagen, jetzt wo ich diese Erinnerungen niederschreibe geht es mir noch einmal genauso. Schauer pur.

Ich habe dann noch nachts meine Frau zu Hause angerufen und es ist wirklich war Sie konnte mir auch nicht sagen, was dort abgeht. Für alle war das unbegreiflich was dort in ein paar Tagen abging.

Es ist noch zusagen, dass ich keinerlei Verwandtschaft oder Beziehung zur „DDR“ hatte
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sarah am 05.11.2009 11:36
Ich war gerade 12. als die Mauer fiel. Ich hatte mein erstes eigenes Radio bekommen, nun hörte ich Nachrichten, ich merkte in Berlin muß etwas ganz besonderes passiert sein.

Ich rannte durch die Wohnung und rief" Mama in Berlin tanzen die Leute auf der Straße."
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Schmidt Joachim am 06.11.2009 16:27
Am Donnerstag 9.Nov. 1989 war ich aus beruflichen Gründen mit meinem Lkw in der ehemaligen DDR unterwegs. Ich hatte an diesen Abend meinen Lkw in Unterloquitz (Kreis Saalfeld) geladen und befand mich auf den Rückweg Richtung Westen. Im Radio hörte ich etwas von Grenzöffnung und Ausreise. Mittlerweile fuhr ich in Erfurt-Ost auf die Autobahn.Dort herrschte dichter Fahrzeugverkehr, welche für die DDR eher ungewöhnlich war. Bei Gotha legte ich eine Pause ein,wo mich ein älterer Herr mit seinem Sohn ansprach ob ich sie mit nach Herleshausen in den Westen nehmen könnte. Nachdem auch noch die Volkspolizei vorbei gekommen ist und bestätigte das die Grenze geöffnet wurde nahm ich die beiden Männer mit.Wir sind nur bis Eisenach-Ost gekommen, ab da hatte man nur noch rote Rücklichter gesehen und es ging nur noch im Schritttempo Richtung Westen . Wir sind gegen morgen in Herleshausen angekommen und da stiegen sie aus. Sie schenkten mir noch zwei Gläser Wurst und einen Strauß Wiesenblumen
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