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Kolonnenweg an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze bei "Point Alpha" zwischen Rasdorf und Geisa in der Rhön mit Skulpturen des Kunstprojektes "Wege der Hoffnung", entworfen und gefertigt von dem Bildhauer Dr. Ulrich Barnickel aus dem hessischen Schlitz.  (Bild:  hr/DEGETO)  (Bild:  hr/DEGETO)
Kolonnenweg an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.

Mit dem "bilderbogen" entlang des Grünen Bandes

Hessisch-thüringische Grenzgeschichten

Es war keine normale Grenze: der 270 Kilometer lange Todesstreifen zwischen Hessen und Thüringen. Er trennte Dörfer, Freunde, Familien. Doch in der Todeszone entwickelte sich ein Rückzugsgebiet für seltene Tiere und Pflanzen.
 

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28.09.2010, 20:15 Uhr
Video: Hessisch-thüringische Grenzgeschichten 44:21 Min
(© hr | geschichten aus hessen, 28.09.2010)
Entlang der Kolonnenwege der Grenzsoldaten entstand ein Netzwerk aus Büschen, Wäldern und unbewirtschafteten Wiesen. Viele vom Aussterben bedrohte Arten fanden hier Zuflucht. Dank einiger Naturschützer wurde der Grenzstreifen nach der "Wende" zum "Grünen Band" erklärt.

Ein solches Biotopverbundsystem ist europaweit einmalig. Der Fotograf Jürgen Holzhausen arbeitet im Bioreservat Rhön, mit ihm erkundet der Film das "Grüne Band"; Holzhausen zeigt uralte Baumgestalten und führt zu seltenen Pflanzen und Tieren ins Hochmoor.
 
Am "Point Alpha" zwischen Rasdorf und Geisa in der Rhön trafen Sowjets und Amerikaner direkt aufeinander. Amerikanische Beobachtungsposten und Überreste der DDR-Grenzanlage erinnern heute als Gedenk- und Begegnungsstätte an die Spaltung Deutschlands.

Kontakt zwischen Ost und West gab es lange Zeit nur mit einem Winken über den Zaun, der "kleine Grenzverkehr" ermöglichte später wenigstens Besuche der Westverwandtschaft in Thüringen. Auch aus dieser Zeit erzählt die Sendung Geschichten: Von Bewohnern, die die Grenzziehung besonders grausam erlebten, weil die Grenze genau durch ihre Häuser verlief.
 
In der Sendung kommen Menschen zu Wort, die die Flucht von Ost nach West gewagt haben. Kali-Bergleute zeigen unter Tage, dass die Grenze dort unten teilweise einen anderen Verlauf hatte als über Tage.

Trotz aller Grausamkeiten, der Zustand der Trennung war Normalität, und an eine Grenzöffnung glaubte kaum jemand. Umso größer die Euphorie, als im November 1989 die Mauer fiel, die Selbstschussanlagen abgebaut, der hohe Zaun niedergerissen wurde.
 
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Redaktion: than / mad
Letzte Aktualisierung: 15.05.2012, 9:41 Uhr
 
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