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Hessen trifft Thüringen

"Die Grenze ist auf!" - Erinnerungen vor Ort

Sonntag, 8. November 2009, 18:30 Uhr
Im osthessischen Philippsthal wird einer der insgesamt fünf innerdeutschen Grenzübergänge in Hessen geöffnet (Archivbild vom 12.11.1989). (Bild:  picture-alliance/dpa - Archiv)
November 1989. Die Menschen können es kaum fassen: Nach vierzig Jahren dürfen sie zum ersten Mal wieder über die Werra-Brücken ans andere Ufer, von Thüringen nach Hessen - von Hessen nach Thüringen. [zum Artikel]
 

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Sven Bachmann am 14.08.2011 18:35
Ich bin gelernter Koch, hab gerade in einer Gaststätte gearbeitet und hörte im Küchenradio, die Grenze wäre offen. Zunächst wollte ich sofort nach Dienstende nach Hof, fuhr dann aber den folgenden Samstag. Volle Züge, Schlangen beim Empfang des Begrüßungsgeldes, aber auch erdrückendes Warenangebot, so mein Eindruck.
 
Peter Andes am 09.11.2010 10:57
Ich arbeitete seinerzeit in einem Autohaus in Gelsenkirchen.An einem Samstag 1 Woche nach dem Mauerfall kam ein Kleinbus aus der DDR auf unser Gelände gefahren.
Es stiegen 8 junge Männer aus und sie kauften 7 Gebrauchtwagen - alle so um die 1000 Mark.
Einer der Jungs holte aus seiner Hosentasche ein Bündel Geldscheine und bezahlte die Autos.
Anschliessend fuhr jeder von ihnen mit dem erstandenen Westwagen heim Richtung Potsdam.
Eine Woche später wiederholte sich das Spiel - allerdings hatte der Bus diesmal ca 25 Sitzplätze, und der Junge hatte mittlerweile einen Aktenkoffer für den Geldtransport.
Dieser war voll mit Geldscheinen und er kaufte Autos was das zeug hielt.
Nach einigen Wochen hatte er unseren gesamten Gebrauchtwagenbestand (ca 300 Fzg.) aufgekauft und unsere Ausstellungfläche wirkte wie ausgestorben.
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Gerda Jäger am 22.11.2009 19:23
Wir wohnten in der 5km Sperrzone , konnten also kaum Besuch empfangen und aus der Bundesrepublik gar nicht. Am 8.11.1989 war Einwohnerversammlung in unserem Ort.Da wir am 23.12. Silberhochzeit hatten und mein Mann eine Schwester in Heringen hatte, wollten wir außerhalb der Sperrzone feiern.So fragte ich in der Versammlung ,daß gemunkelt wird die Sperrzone wird augehoben. Das könnte ich mir aus dem Kopf schlagen, war die Antwort. Als ich am Tag darauf kurz vor 19Uhr im DDR Fernsehen die Worte von Schabowski vernahm hab ich das erst garnicht verstanden. Mein Mann kam nach Hause und wollte Fußball schauen. Ich wollte Aktuelle Kamera sehen und sagte: "An der Grenze ist irgend was, ich hab das nicht richtig verstanden." Seine Antwort:"Die Lügen kannst du morgen noch in der Zeitung lesen". Erst nach dem Fußballspiel haben wir begriffen was da geschehen ist. Wir haben noch eine Flasche Sekt aus dem Keller geholt und angestoßen.Am nächsten Tag sind wir über Herleshausen nach Heringen gefahren.
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Janke,Steffen am 12.11.2009 14:51
An dem historischen Abend hatte ich den Spätdienst auf meinem Stellwerk der DR in Leipzig zu verrichten. Meine damalige Lebenspartnerin setzte mich um 19:55 mit einem Anruf auf dem Dienstapparat in Kenntnis. Nach Dienstschluß schaltete ich das Radio, den Berliner Rundfunk ein und da kam das sensationelle des Abends live, als wenn man danebenstand. Nun wurde dieser Sender, so oft es nur ging, gehört. Bis am 11.11. der U-Bahnhof Jannowitzbrücke wieder öffnete und der 60-km-Stau auf der A2 Magdeburg-Braunschweig Richtung Westen die Titelseiten der DDR-Presse füllte.
Nun lebe ich seit 2004 selbst "drüben" und halte noch guten Kontakt zu früheren Kollegen in meiner Heimatstadt Leipzig.
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